LöNINGEN - Der Sprecherkreis der „Bürgerinitiative Autobahn B 213 Nein!“ will in einer offenen Bürger- und Mitgliederversammlung die „Informationslücken der Bevölkerung“ schließen, die seiner Meinung nach in Sachen Ausbau der Bundesstraße bestehen. „Wir laden alle Mitglieder, aber natürlich auch alle anderen Menschen, die sich über die Argumente für oder gegen den Ausbau der E 233 zur Autobahn informieren wollen, herzlich ein, mit uns die Notwendigkeit und die Kosten des Ausbaus und möglicher Alternativen neu zu betrachten“, wirbt Sprecher Ulf Dunkel für die Veranstaltung, die am Dienstag, 5. Oktober, um 19 Uhr im „Elberger Hof“ in Elbergen bei Löningen beginnt.
Die Bürgerinitiative (BI) geht nach Dunkels Worten davon aus, dass den Kreistagsmitgliedern auch bis zur nächsten Kreistagssitzung am 26. Oktober „nicht der volle Wortlaut der Verkehrswirtschaftlichkeitsuntersuchung (VWU) ausgehändigt wird“ so Dunkel. Schon mehrfach habe der Landkreis die Kreistagsmitglieder nicht mit wichtigen Dokumenten, wie zum Beispiel der VWU, als Informations- und Entscheidungsgrundlage zu diesem Thema versorgt. Die BI stelle auf Grund nicht nachvollziehbarer Zahlen die gesamte VWU in Frage. So hätte die VWU zum Beispiel mit nicht erlaubten 90 km/h Fahrttempo für Lkw kalkuliert, um Fahrtzeitverkürzungen zu schönen. Ebenso sei nicht nachvollziehbar, dass der Zuwachs des Lkw-Verkehrs in der VWU 4,5 mal höher als in der Realität angesetzt wurde, so Dunkel.
Landrat Hans Eveslage und der Sprecher der Lingener Außenstelle der niedersächsischen Straßenbaubehörde, Detlev Thieke, hätten den Kreistagsabgeordneten nur einseitige Informationen gegeben, nicht aber die Originaldokumente besprochen, so der BI-Sprecherkreis.
