Löningen - Die Historische Kinotechnik in Löningen will ein Museum werden. Diesem Ziel ist sie seit Dienstag einen Schritt näher: Frank Naber und Volker Raker überreichten im Namen der LzO-Stiftung Cloppenburg einen Spendenscheck. 4 500 Euro investiert die Stiftung in die Sammlung. Darüber freut sich Annette von Lipinski, 2. Vorsitzende des Vereins.

Der Verein bereitet die zahlreichen Sammlungsstücke des verstorbenen Dr. Heinz Dobelmann auf. Alte Filmprojektoren, sowie viele Filmrollen und weiteres Equipment hatte dieser über viele Jahre gesammelt. In einem kleinen restaurierten Kinosaal bietet er zudem Vorführungen der alten Filme an.

Ein Film zum Kaffee

Jeden Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr gibt es eine Filmvorführung bei Kaffee und Kuchen in der Historischen Kinotechnik (Langenstraße 21, Löningen). 4 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder kostet der Spaß. Der Film wird dann gemeinsam ausgesucht. Von Spielfilmen über Dick-und-Doof-Sequenzen bis zu Wochenschauen gibt es ein breites Sortiment.

„Mit dem Geld haben wir Klappstühle und einen Laptop finanziert. Software wird auch noch angeschafft“, verriet die 2. Vorsitzende. Die 20 Klappstühle kommen bei Führungen zum Einsatz: „Wenn sich die Teilnehmer in der zwei Stunden dauernden Führung vor einem Gerät hinsetzen wollen, um es in Ruhe betrachten zu können, sind die genau richtig“, sagte Lipinski. Das fand auch Frank Naber, der die Stühle gleich mal ausprobierte. „Die sind sehr leicht und trotzdem bequem“, lautet sein Fazit.

Einen Laptop und Software kann der Verein gebrauchen, um die alten Filme zu digitalisieren. Doch das sei gar nicht so leicht. „Dazu fehlen uns im Moment leider Ehrenamtliche mit dem genauen Fachwissen“, so Lipinski.

Um sich endlich Museum nennen zu können, müssen die ausgestellten Geräte in einen historischen Kontext einzuordnen sein, es muss also alles historisch geordnet werden, erklärte Lipinski. Eine Mammut-Aufgabe, der sich der Verein nach und nach nähert. „Als erstes haben wir alles inventarisiert, uns einen Überblick verschafft“, sagte die 2. Vorsitzende. Mehr als 1000 Großgeräte habe der Verein gelistet und deren Herstellerdaten erfasst.

Warum will die Sammlung ein Museum werden? „Irgendwann stellt man einfach andere Ansprüche“, kann Lipinski sagen. Das Ziel, Museum zu werden, sei jedoch kein Sprint, sondern ein Marathon: Der Museumsverband, dem der Verein beitrat, wird die Qualifizierung begleiten. „Wir möchten uns aber erst vorbereiten“, so Lipinski. „Uns freut, wenn wir etwas dazu beitragen können“, sagte Naber. Die LzO-Stiftung Cloppenburg spendet fortlaufend im Jahr an regionale Projekte.

Wer den Verein und seine kinotechnische Sammlung unterstützen möchte, kann sich direkt an den Verein wenden. „Neue Vereinsmitglieder sind immer willkommen“, sagt die 2. Vorsitzende.