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Harry-Potter-Autorin Zauber bekam kürzlich leichten Knacks

Philip Dethlefs

London - J.K. Rowling dürfte sich gerade fühlen wie Voldemort, der Bösewicht aus ihren Harry-Potter-Romanen. Wenn die Helden in den beliebten Büchern über Voldemort sprechen, wird er meist nur als „der, dessen Name nicht genannt wird“, bezeichnet. So ähnlich geht es nun auch Rowling. Die Betreiber zweier Harry-Potter-Fanseiten kündigten an, Fotos der Autorin und ihre Zitate von der Website zu entfernen und nur noch in Ausnahmefällen über Rowlings private Projekte zu berichten. Ihre Tweets können mithilfe eines Hashtags ausgeblendet werden. Rowling wird quasi „die, deren Name nicht genannt wird“.

Fans sehr verärgert

Der Grund: Vor ihrem 55. Geburtstag hatte die Britin bei Twitter mit Aussagen über Transgender-Menschen für Diskussionen gesorgt. Teile der Harry-Potter-Fangemeinde reagierten verärgert. Rowling nahm auf ihrer Website ausführlich dazu Stellung. Sie sprach sich für eine offene Debatte und freie Meinungsäußerung aus. Zudem berichtete sie von häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch in ihrer ersten Ehe.

Dafür gab es in britischen Medien und im Internet sowohl Zuspruch als auch weitere Kritik. Enttäuschte Fans ihrer Bücher würden das Werk nun am liebsten von der Autorin lösen. Doch das ist nicht so leicht, denn die Namen Harry Potter und J.K. Rowling sind nahezu untrennbar miteinander verbunden. Sogar ihren Geburtstag haben sie gemeinsam. In den Romanen kam Harry am 31. Juli 1980 zur Welt. Joanne Kathleen Rowling wurde am 31. Juli 1965 in Winterbourne geboren, einem kleinen Ort nahe Bristol im Südwesten Englands. Als Joanne neun Jahre alt war, zog sie mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester nicht weit von Winterbourne entfernt in das verschlafene Nest Tutshill.

Dort wohnte Rowling bis zu ihrem 18. Lebensjahr in einem Haus im Gotikstil. Es steht heute unter Denkmalschutz, weil es der Architekt Henry Woodyer entworfen hatte.

Familienhaus im Buch

Die Umgebung von Tutshill und das urige Familienheim fanden sich später in Rowlings Büchern wieder. Ihren populären Helden dachte sich J.K. Rowling angeblich schon 1990 auf einer Eisenbahnfahrt aus. Ihr Zug fuhr vom berühmten Londoner Bahnhof King’s Cross ab, der auch dank Harry Potter eine beliebte Touristenattraktion ist.

An dem Konzept für ihre siebenteilige Buchreihe arbeitete Rowling fünf Jahre. Inspiration bezog die ehemalige Lehrerin, die lange in Edinburgh lebte, auch aus einem dunklen Kapitel ihres Privatlebens. Nach der gescheiterten Ehe litt die alleinerziehende Mutter unter Depressionen. In ihren Büchern wurden die Depressionen zu den gruseligen Dementoren. Die in schwarze Kapuzenmäntel gehüllten Wesen saugen alle glücklichen Gedanken aus ihren Opfern.

Der erste Band, „Harry Potter und der Stein der Weisen“, kam 1997 in die Buchläden. Acht Kinofilme, ein Theaterstück und zwei Filme über „Phantastische Tierwesen“ ließen die Kassen klingeln.

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