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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Mit acht Jahren die erste Band gegründet

22.07.2019

London Vier Jahrzehnte mit der Supergruppe Queen haben ihre Spuren hinterlassen – nicht nur in Form eines Millionenvermögens: „Ich bin jetzt ein bisschen taub“, gestand Schlagzeuger Roger Taylor im „Telegraph“. „Ohne mein Hörgerät entgehen mir viele Nebengeräusche. Ich hatte auch eine Zeit lang Tinnitus.“ Der Weltstar feiert am Freitag, 26. Juli, seinen 70. Geburtstag auf der Queen-Tour durch Nordamerika, zwischen Konzerten in Houston und Detroit.

Geboren wurde er in King’s Lynn in Norfolk. „Ich ging in eine Domschule mit einem Chorstipendium, was bedeutete, dass ich ein bisschen gesungen habe und meine Eltern nicht für meine Ausbildung blechen mussten“, erinnerte er sich in „Reader’s Digest”. Mit acht Jahren gründete er seine erste Band – The Bubblingover Boys – und mit 13 die zweite – The Cousin Jacks.

Schließlich studierte er Zahnmedizin in London, weil sein Biologielehrer sagte, das sei gut bezahlt. Und weil er in London eine Band gründen wollte. Während des Studiums traf er seinen späteren Bandkollegen Brian May. „Er erzählte mir, dass er Gitarre spielte, also haben wir uns ein paar Mal getroffen und, verdammt, war er gut!“

1969 eröffnete Taylor im Londoner Mode-Treffpunkt Kensington Market zusammen mit seinem WG-Genossen Freddy Mercury (1946–1991) einen Stand für Vintageklamotten. Der Sänger überredete Taylor und May schließlich, eine Band mit ihm zu gründen – Queen. Der Anfang war hart, erinnerte sich der Schlagzeuger mit britischem Understatement: „In der Anfangszeit konnten wir nicht einmal Auftritte bekommen. Aber wir blieben dran, hatten ein paar Hits, und 1975 veröffentlichten wir ,Bohemian Rhapsody’.“

Der Song wurde einer der erfolgreichsten Hits weltweit, verkaufte sich millionenfach und katapultierte die Band in eine andere Liga: „Wir waren nicht länger nur eine anständige Rockband. Wir waren berühmt.“ Queen wurde ebenso bekannt für ihre Rockhymnen und bombastischen Liveauftritte vor ausverkauften Stadien wie für ihre exzessiven Partys, die Limousinen, Polizeieskorten und ausrastenden Menschenmengen. Roger Taylor wehrt ab: „Ich hatte immer ein eingebautes Überlebensgefühl.“

Roger Taylor tourt noch mit Queen bis 23. August vor ausverkauften Häusern in Nordamerika und nächstes Jahr in Japan, Korea, Australien und Neuseeland.

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