LONDON - Harry Potter ist tot. Nein, er lebt oder ist er irgendwo dazwischen? Ganz genau lässt sich das im letzten Abenteuer des Magiers, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil II, nicht immer sagen. Denn im Finale wird es der Romanvorlage entsprechend dramatisch. Am Ende wird die große Frage beantwortet: Stirbt Harry oder bleibt er am Leben? Wer das Buch der britischen Autorin Joanne K. Rowling noch nicht gelesen hat, für den wird es wirklich spannend.
Dabei geht es stellenweise ziemlich heftig zu. Mehrere brutale Szenen machen den Film definitiv zu einem Abenteuer für Jugendliche und nicht mehr für Kinder. Überhaupt ist der Tod allgegenwärtig. Wie auch im Buch ist die Auseinandersetzung mit dem Verlust von Freunden, Familienmitgliedern und dem eigenen Leben eines der großen Themen.
Und wie in den Büchern ist zum Abschluss noch ein weiteres Thema präsent: der Sieg der Schwachen über die so mächtig Daherkommenden. Und die Kraft von Freundschaft und Zusammenhalt. Mit erhobenem Zeigefinger oder zu sentimental kommt der Film aber nicht daher.
Getragen wird er vor allem von der Leistung der Riege britischer Schauspielgrößen: Alan Rickmann als zweideutiger Professor Snape etwa, oder Maggie Smith als Professorin Minerva McGonagall. Was bisher wohl beispiellos in der Filmgeschichte ist, haben die Potter-Macher außerdem geschafft: Die drei Hauptdarsteller Daniel Radcliffe (Harry Potter), Emma Watson (Hermine Granger) und Rupert Grint (Ron Weasley) waren von Anfang bis Ende dabei.
Sehenswert sind auch im letzten Teil der Reihe die Spezial- und Computereffekte falls man sie im Sog der Geschichte nicht ganz vergisst. Erstmals erscheint ein Potter-Film gleichzeitig in 2- und 3D.
