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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Fernsehpreis: Emmy für Niedersächsin Maria Schrader

22.09.2020

Los Angeles Regisseurin Maria Schrader hat mit der Netflix-Serie „Unorthodox“ einen Emmy gewonnen. Damit bekam beim wichtigsten US-Fernsehpreis zum ersten Mal eine Deutsche den Preis für die beste Regie einer Miniserie. Die gebürtige Hannoveranerin Schrader erzählt darin die Geschichte einer ultra- orthodoxen Jüdin, die vor ihrem Ehemann aus New York nach Berlin flüchtet. Die 54-jährige Schrader hörte in einer Live-Schalte, umgeben von Mitgliedern des Film-Teams, von ihrem Emmy. „Ich bin sprachlos“, waren ihre Worte.

Serie „Unorthodox“

In den vier Folgen auf Jiddisch, Englisch und Deutsch geht es um Esther („Esty“), eine Jüdin aus der Religionsgemeinschaft der Satmarer in Brooklyn. Es ist eine Welt mit strengen Glaubensregeln: Frauen müssen sich zum Beispiel die Haare abrasieren und Perücken tragen. Während ihrer Periode dürfen sie nicht von ihren Männern berührt werden. Esty freut sich zunächst auf die Ehe, aber vieles ist anders als erwartet.

Die in New York spielenden Szenen basieren lose auf dem 2012 erschienenen Buch „Unorthodox“ von Deborah Feldman. Der Handlungsstrang in Berlin ist dagegen fiktiv. Die Hauptrolle spielt die israelische Schauspielerin Shira Haas, das Drehbuch stammt von Anna Winger („Deutschland 83“) und Alexa Karolinski („Oma & Bella“).

Die in Gehrden bei Hannover aufgewachsene Schrader ist sowohl als Schauspielerin („Aimée & Jaguar“, „Deutschland 83“) als auch als Filmemacherin („Vor der Morgenröte“) bekannt. „Unorthodox“ wurde international viel beachtet – die „New York Times“ nannte die Emanzipationsgeschichte „atemberaubend“.

Die Emmy-Abräumer

 Die großen Sieger des Sonntagabends waren das Drama „Succession“ um die kaputte Familie eines Medienmoguls, die Toleranz-Comedy „Schitt’s Creek“ sowie die auf einem realen Massaker an Schwarzen im US-Süden beruhende Comicverfilmung „Watchmen“.

In der Königskategorie des Abends entschied sich dann der Produzent und Drehbuchautor Jesse Armstrong für eine ungewöhnliche Rede. Er wolle einen „Nichtdank“ aussprechen, sagte er bei der Bekanntgabe des Preises für die beste Dramaserie an „Succession“. Der „Nichtdank“ gehe an das Virus und an Donald Trump und Boris Johnson für deren „lausige und unkoordinierte Antwort“ darauf, sagte er.

11 Preise an Serie

Bei den Emmys für Fernseh-filme und Miniserien war „Watchmen“ mit elf Preisen der große Abräumer. In ihren Reden erinnerten die Macher an ein dunkles Kapitel der US-Geschichte, das der Serie zugrunde liegt: Beim Massaker von Tulsa waren laut mancher Schätzungen im Jahr 1921 bis zu 300 Schwarze umgebracht worden.

Die Moderation

Zu Beginn sprach Moderator Jimmy Kimmel zunächst vor applaudierenden Stars, gab dann aber preis, dass dies Aufnahmen der Vorjahre waren und er nahezu allein auf der Bühne im Staples Center stehen werde. „Natürlich haben wir kein Publikum“, sagte der Komiker. Danach ging Kimmel in einen Raum voller Monitore mit Schalten zu rund 100 Nominierten.

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