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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Aktivistin und Sexsymbol

19.12.2017

Los Angeles Jane Fonda hat nicht bis zu ihrem 80. Geburtstag am Donnerstag warten wollen. Mit einer Spenden-Gala unter dem Motto „Acht Jahrzehnte von Jane“ feierte der Hollywood-Star bereits am 9. Dezember in Atlanta (US-Staat Georgia) mit prominenten Freunden wie Rosanna Arquette, Carole King und Ex-Mann Ted Turner, teilte Fondas Management mit. Dabei sammelte Fonda für ihre Hilfsorganisation GCAPP – zur Verhütung von Teenagerschwangerschaften – 1,3 Millionen Dollar. Sie habe „nie geglaubt, so lange zu leben“, offenbarte Fonda den Gästen.

Im März sprach die Schauspielerin, Aktivistin und Unternehmerin über traumatische Erlebnisse in ihrer Vergangenheit: „Ich wurde vergewaltigt, als Kind sexuell missbraucht, gefeuert, weil ich nicht mit meinem Chef schlafen wollte und dachte immer, dass es meine Schuld sei“, sagte sie in einem Interview.

Fonda, die sich neben der Schauspielerei seit den 60er Jahren für Frieden und Feminismus einsetzt, gab sich bei der Goldenen-Kamera-Gala kämpferisch. „Wir bleiben stark“, sagte sie.

Fonda ist eine liberale Aktivistin geblieben. Einige Amerikaner haben der „Hanoi-Jane“ nicht verziehen, dass sie 1972 aus Protest gegen den Vietnam-Krieg die nordvietnamesische Hauptstadt besuchte und sich auf einem Flugabwehrgeschütz des Vietcong sitzend fotografieren ließ.

An der Seite ihres zweiten Ehemannes, des liberalen Politikers Tom Hayden, setzte sie sich lautstark für Bürgerrechte ein. Später ging sie gegen den Irakkrieg auf die Straße, im Januar war sie beim „Marsch der Frauen“ gegen Trump in Los Angeles dabei.

Der „Barbarella“-Star der 60er Jahre, der später im Stretch-Outfit mit Aerobic-Videos eine riesige Fitnesswelle auslöste, ist im Alter kaum zu bremsen, trotz künstlichem Kniegelenk und neuer Hüfte.

Das Alter ist ihr nicht anzusehen. Zumindest nicht, wenn Fonda geschminkt und mit perfekt sitzender Strähnchenfrisur in die Fernsehkameras lächelt. Die Schauspielerin hat nachgeholfen, das ist kein Geheimnis.

Als Schauspielerin steht Fonda wieder regelmäßig vor der Kamera, seit 2015 mit Lily Tomlin für die Netflix-Comedy-Serie „Grace und Frankie“. Darin spielen sie langjährige Ehefrauen, deren Männer sich unerwartet als schwul outen.

Jane Fonda war zwölf Jahre alt, als ihre Mutter sich das Leben nahm. Sie wuchs bei der Großmutter im US-Staat Connecticut auf. Die Schauspielerei lag ihr im Blut, als Tochter des Bühnen- und Filmstars Henry Fonda und Schwester von Peter Fonda. An der berühmten New Yorker Schauspielschule Actors Studio lernte sie ihr Handwerk.

1960 wurde sie von den New Yorker Theaterkritikern als „beste Nachwuchsschauspielerin“ gefeiert und stand in „Je länger – Je lieber“ zum ersten Mal vor der Filmkamera. Sie folgte dem französischen Regisseur Roger Vadim, der zuvor Brigitte Bardot entdeckt hatte, nach Paris. Er gab ihr gleich vier Rollen, machte sie durch den erotischen Science-Fiction-Streifen „Barbarella“ weltberühmt und zum Sexsymbol – und außerdem zu seiner Ehefrau.

Es folgten Filme wie „Das China-Syndrom“ und das Familiendrama „Am Goldenen See“ – der erste und einzige Film, in dem Fonda an der Seite ihres bereits todkranken Vaters auftrat.

Auch 2018 dreht Fonda auf. Dann soll die Frauen-Komödie „The Book Club“ mit Diane Keaton, Mary Steenburgen und Candice Bergen in die Kinos kommen. Die Geschichte dreht sich um Freundinnen, die in ihrem Buchclub „50 Shades of Grey“ lesen. Die Lektüre der Sadomaso-Romanze krempelt das Leben der ergrauten Frauen um.


Sehen Sie die schönsten Bilder von Jane Fonda unter:   www.nwzonline.de/fotos 
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