LOS ANGELES - LOS ANGELES/DPA - Hollywood-Urgestein Jack Warden ist tot. Der zweimal für den Oscar nominierte US-Schauspieler, der fast ein halbes Jahrhundert Filme an der Seite von Weltstars drehte, starb im Alter von 85 Jahren.

Der ehemalige Boxer mit dem zerfurchten Gesicht spielte in Klassikern wie „Verdammt in alle Ewigkeit“, „Die 12 Geschworenen“, „Die Unbestechlichen“ und „The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ mit.

Mit Nebenrollen in den Warren-Beatty-Streifen „Shampoo“ und „Der Himmel soll warten“ holte er sich Oscar-Nominierungen, ohne die Trophäe gewinnen zu können. Warden erlag bereits am Mittwoch in einem New Yorker Krankenhaus einer Altersschwäche, teilte sein Manager jetzt mit.

Warden trat neben Hollywoodgrößen wie Burt Lancaster, Henry Fonda und Paul Newman auf. In Sidney Lumets „Die 12 Geschworenen“ verkörperte er ein Jury-Mitglied. Wiederholt spielte er Justizrollen. Als kantigen, geradlinigen Chefredakteur haben ihn Filmfreunde aus der Watergate-Verfilmung „Die Unbestechlichen“ mit Robert Redford und Dustin Hoffmann in Erinnerung. Auch Woody Allen setzte zweimal auf Warden: als Physiker in „September“ und Theaterproduzent in „Bullets over Broadway“. Zuletzt war er im Jahr 2000 in dem Footballstreifen „Helden aus der zweiten Reihe“ auf der Leinwand zu sehen. In mehreren Fernsehserien spielte er Polizisten und Sport-Trainer.

Der gebürtige John Lebzelter lernte in den 40er-Jahren in New York sein Handwerk als Schauspieler. Er war zeitweise mit der französischen Schauspielerin Vanda Dupre verheiratet, mit der er auch einen Sohn hatte.