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NWZonline.de Nachrichten Kultur

„Werk ohne Autor“ für Golden Globe nominiert

07.12.2018

Los Angeles /Oldenburg „Werk ohne Autor“ geht für Deutschland in das Rennen um den Golden Globe. Das Künstlerporträt von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck wurde jetzt in der Sparte „Bester nicht-englischsprachiger Film“ nominiert. Dort tritt unter anderem auch der mexikanische Film „Roma“ an. Die Filme „A Star is Born“ und „Vice“ gehen als Favoriten ins Rennen. „Vice“ über den ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney wurde in sechs Kategorien nominiert. „A Star is Born“ mit Lady Gaga und Regisseur Bradley Cooper in den Hauptrollen kam ebenfalls auf mehrere Nominierungen.

Im Januar 2018 hatte das NSU-Drama „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin den Golden Globe als bester Auslandsfilm gewonnen. Henckel von Donnersmarck (45) hatte mit dem Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ bereits 2007 Chancen auf einen Golden Globe, bei der Preisverleihung ging er damals allerdings leer aus. Er holte aber im selben Jahr den Auslands-Oscar. „Werk ohne Autor“ mit den Schauspielern Tom Schilling und Sebastian Koch ist auch der diesjährige deutsche Kandidat bei den Oscars in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film.

Die Nominierungen für die Golden-Globe-Auszeichnungen des Verbands der Auslandspresse in 25 Film- und Fernsehkategorien wurden am Donnerstag bekannt. Die Trophäen werden am 6. Januar in Beverly Hills verliehen.

„Werk ohne Autor“ ist ein Monumentalstreifen, der deutsche Geschichte vom Nationalsozialismus über die DDR bis in die Bonner Republik verdichtet, aber auch eine Liebes- und Künstlergeschichte erzählt. Und der sich am Leben des Malers Gerhard Richter (86) orientiert. 188 Minuten ist der Film lang und in keiner Minute langweilig. Erst im Oktober wurde er mit Regisseur und Darsteller Koch in Oldenburg vorgestellt. Koch wies darauf hin, dass der Nazi und Bösewicht, den er verkörpert, später im Krankenhaus Sanderbusch (Kreis Friesland) als Frauenarzt tätig war.

Heinrich Eufinger, 1894 geboren, war ein SS-Arzt, der maßgeblich am Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten mitwirkte. Und zwar als entscheidender Mann. Eufinger ließ „lebensunwertes Leben“ umbringen. Der Gynäkologe wirkte nach 1945 als Arzt weiter. Er wurde nie für seine Verbrechen zur Rechenschaft gezogen und starb hoch geachtet 1988 in Wilhelmshaven. Erst 2004 wurde seine SS-Funktion bekannt.

Auch der in Barcelona geborene und in Köln aufgewachsene Schauspieler Daniel Brühl (40) hat Chancen auf einen Golden Globe. Er wurde für seine Rolle in der Krimiserie „The Alienist“, die beim Streamingdienst Netflix zu sehen ist, als bester Hauptdarsteller in einer Serie nominiert.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
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