LOS ANGELES - Der lakonische Westernthriller „No Country for Old Men“ und das blutige Filmdrama „There Will Be Blood“ gehen als große Favoriten in die diesjährige Oscar-Verleihung.
Bei der Bekanntgabe der Nominierungen für den wichtigsten Filmpreis der Welt holten sich die beiden Streifen am Dienstag in Hollywood jeweils achtmal den Zuschlag. Dicht auf den Fersen sind ihnen die britische Bestsellerverfilmung „Abbitte“ und der Justizthriller „Michael Clayton“ mit je sieben Nominierungen.
Alle vier Streifen konnten sich auch für die „Königskategorie“ als bester Film qualifizieren. Mitbewerber hier ist der unabhängig produzierte Überraschungshit „Juno“ über die Schwangerschaft einer 16-Jährigen, der auf vier Nominierungen kam. Die deutsche Oscar-Hoffnung hatte sich schon zuvor zerschlagen. Der Film „Auf der anderen Seite“ von Fatih Akin war in der Vorauswahl ausgeschieden.
Die Oscars werden am 24. Februar in Los Angeles vergeben. Wegen des anhaltenden Streiks der Hollywood-Autoren ist die TV-Gala gefährdet.
Doppelte Aussicht auf die begehrte Trophäe hat Cate Blanchett. Die Australierin wurde sowohl für ihre Nebenrolle als Bob Dylan in „I’m Not There“ vorgeschlagen als auch für die Hauptrolle in „Elizabeth – Das Goldene Königreich“. Weitere Nominierungen in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin holten sich Julie Christie („An ihrer Seite“), Marion Cotillard („La Vie en Rose“), Laura Linney („The Savages“) und Ellen Page („Juno“). Bei den männlichen Schauspielern holte sich George Clooney für seine Rolle in „Michael Clayton“ den Zuschlag. Mit ihm ins Rennen gehen Daniel Day-Lewis („There Will Be Blood“), Johnny Depp („Sweeney Todd“), Tommy Lee Jones („Im Tal von Elah“) und Viggo Mortensen („Tödliche Versprechen“).
Infos: www.oscar.com
