Berne - Länger als ein Jahr liegt der letzte große Auftritt des Chor Courage bereits zurück. Untätig waren die 40 Sängerinnen und Sänger um Chorleiterin Balkis Mele in diesen Monaten jedoch keineswegs.

Nach dem Fauré-Requiem mit Orchesterbegleitung im Februar 2013 werden sich die Berner Sängerinnen und Sänger nach einem Jahr Proben am 31. Mai, 20 Uhr, in der Kulturmühle von einer ganz anderen Seite zeigen. „Liebe, Lust und Leidenschaft“ heißt der geplante Auftritt, der sicherlich fast jedem Musikgeschmack etwas zu bieten hat, wie die Chorleiterin erklärt. Die Eintrittsgelder sollen dabei komplett dem Kulturmühlenverein für den Fortbestand seiner Arbeit zufließen.

Kreuz und quer durch die Jahrhunderte, vom Klassiker bis zur Unterhaltungsmusik, reicht das Repertoire, das der Chor Courage in kompletter Besetzung, in kleineren Gruppen und von Solisten vorgetragen, vorbereitet hat. „Dabei singen wir in fünf verschiedenen Sprachen“, rechnet Andreas Krüger schnell nach.

Er war es auch, der Dirk Ibbeken per Luftpost die Urkunde überbrachte, die den ehemaligen Chorleiter nach der letzten Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden des Chor Courage erklärte. Von der Gründung 1997 bis 2010 leitete Ibbeken den Chor, bevor er das Amt aus beruflichen Gründen in die Hände von Balkis Mele übergeben musste. „Mit dem Kleinflugzeug bin ich nach Hannover geflogen. Der Ehrenvorsitz war uns allen ein großes Anliegen, denn so hoffen wir, dass uns Dirk Ibbeken nicht ganz aus den Augen verliert“, sagte Krüger, der mindestens ebenso froh wie alle seine anderen Sangesfreunde ist, in Balkis Mele eine kompetente und engagierte Nachfolgerin gefunden zu haben.

Das Amt des 1. Vorsitzenden, das Ibbeken bis zur letzten Jahreshauptversammlung bekleidete, hat nun Libby Rülander übernommen. Marlen Morisse ist 2. Vorsitzende, Andreas Krüger Schatzmeister, Hedwig Woker Schriftführerin und Ursel Ibbeken Notenwartin.

Zuwachs in den Reihen der Sängerinnen und Sänger ist beim Chor Courage stets willkommen. „Wir haben noch nie jemanden weggeschickt, weil er nicht singen kann“, lacht Balkis Mele, die bisher aus jedem, egal welchen Alters, die schlummernden Talente hervor gekitzelt hat – selbst ohne jegliche Notenkenntnisse.

Schon jetzt freuen sich die Mitglieder auf das Übungswochenende im November. In Papenburg soll dann zwei Tage lang intensiv geprobt werden. Ansonsten wird montags zwischen 20 und 22 Uhr im katholischen Marienhaus an der Schlesier Straße geübt.