Garrel - Eine lange Tradition hatte vor zehn Jahren sein Ende genommen: der Männergesangverein (MGV) Tweel. Offiziell aufgelöst worden war er bereits im Jahre 2004, doch noch einige Jahre weiter trafen sich die verbliebenen Sänger zu Übungsstunden. 2007 aber war endgültig Schluss. Den Nachlass mit Kassenberichten, Protokollbüchern, Fahnen oder Urkunden und auch einige Noten hat nun Bernd Nienaber, ehemaliger Vorsitzender des Männergesangvereins Tweel, an den Heimatverein Garrel übergeben. Die große Vereinsfahne sowie Auszeichnungen sind wohl geordnet in einer großen Vitrine gesammelt worden. Der gesamte Schaukasten nebst einem weiteren Schrank übergab nun Bernd Nienaber an den Heimatvereins-Vorsitzenden Günter Buschenlange.

1921 war der Verein von Lehrer Hermann Meyer aus der Taufe gehoben worden, der ihn bis ins Jahr 1926 leitete. Mehrere Male richtete der Männergesangverein in seiner langjährigen Geschichte das Bundessängerfest des Sängerbundes Heimattreu aus: 1931, 1952, 1966 und dann nochmals 1986. Hermann Mayhaus leitete den Chor bis zur Auflösung.

Zu Hochzeiten bildeten mehr als 30 Sänger den Kern des MGV, der vierstimmig intonierte. In den letzten Jahren vor der Auflösung sei es immer schwieriger geworden, Nachwuchs zu finden, berichtet Bernd Nienaber.

Heimatvereinsvorsitzender Buschenlange zeigte sich froh über den Zuwachs, schließlich würden so wichtige Zeitzeugnisse für die Nachwelt erhalten bleiben. Unter dem Nachlass des Chores findet sich auch ein von Bernd Nienaber verfasstes „Tweeler Heimatlied“, nach der Melodie „Wer das Scheiden hat erfunden...“ (s. Infobox).