MARKHAUSEN - Ein Festhochamt in der St. Johannes Kirche Markhausen ist am Sonnabend der würdige Rahmen für die Verleihung der Palestrina-Medaille an den Gemischten Chor Cäcilia aus Markhausen gewesen. Prälat Dr. Egon Mielenbrink, Präses des Cäcilienverbandes, überreichte Pfarrer Günther Aschern, dem 1. Vorsitzenden Gerhard Bluhmki und Dirigent Christoph Tiemann die hohe Auszeichnung und würdigte damit die liturgische und künstlerische Tätigkeit des Chores seit 1880.
Die Palestrina-Medaille, benannt nach Giovanni Pierluigi da Palestrina, einem bedeutenden Komponisten aus dem 16. Jahrhundert, wird nur an solche Chöre verliehen, die auf eine kirchenmusikalische Tätigkeit von mindestens 100 Jahren zurückblicken können und anspruchsvolle lateinische sowie deutsche Kirchenmusik aller Stilepochen beherrschen.
An diesem Anspruch orientierte sich Dirigent Christoph Tiemann mit seiner Werkeauswahl für das Festhochamt und begeisterte mit den 27 Sängerinnen und Sängern die Kirchenbesucher mit zeitgenössischen und traditionellen Chorwerken. Auch einen Gospelsong hatte Tiemann ins Repertoire aufgenommen. Für „Sing a new song for the lord“ erhielt der Chor von den im Takt klatschenden und schnippenden Kirchgängern viel Applaus.
In seiner Predigt würdigte Mielenbrink, dass der Chor seit seiner Gründung den Gottesdiensten immer einen feierlichen Rahmen gegeben hätte. „Das Zweite Vatikanische Konzil hat den Chören den besonderen Auftrag geschenkt, Träger der heiligen Liturgie zu sein“, sagte Mielenbrink und bedauerte, dass den Kirchenchören heute häufig der Nachwuchs fehle. Mit den Worten aus dem Hochgebet „Wir danken dir, Herr, dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen und dir zu dienen“, dankte Prälat Mielenbrink dem Chor für sein Wirken.
