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Theater Plattdeutscher Dreiakter strapaziert Lachmuskeln

Fritz Kreyenschmidt

MARKHAUSEN - „De jungen Lüe ut Markhusen maoket mannigeinen Schauspäler ut Fernsehn wat för. De hebbt weer ganz hervorragend spält“ und „Wat schall ick dor tau seggen, de Lüe sünt alle hellup begeistert, ik uk un bäter geiht et nich. Dat hebbt de annern uk alle segg“, so lauteten zwei Stimmen älterer Damen nach der Aufführung des plattdeutschen Theaterstückes „Nix geiht ahne Mama“.

Turbulente Abläufe

Der Dreiakter aus der Feder von Walter G. Pfau und Gerd Meier wurde am Wochenende von der Spielschar Markhausen unter der Regie von Gertrud Stadtsholte auf der Bühne im Dorfgemeinschaftshaus gespielt. Die Premiere erleben traditionell die Senioren der Dorfgemeinschaft bei Kaffee und Kuchen.

Die Laiendarsteller boten eine gelungene Aufführung, wie der Szenenapplaus und die vielen Lacher des Publikums unterstrichen. Zum Inhalt: Nicht einfach hat es Norbert Sander als Jochen Heller auf der Bühne. Fast jeder der Akteure will seine Wohnung vorübergehend nutzen, zudem soll er seiner Verlobten treu sein, obwohl er von einer Polizistin, Anne Bregen, umschwärmt wird.

Martin Bullermann, der als Fritz Seemann zunächst den „entsorgten“, später den begehrten Ehemann, spielte, überzeugte das Publikum. Helga Hayfield, seine Ehefrau, verkörperte die beiden Gesichter sowohl des „Hausdrachen“ als auch der liebenden Ehefrau absolut glaubhaft. Auch Anne Koopmann, die als Vera, Jochens Schwester, in Markhausen auf der Bühne steht, spielte ihre Rolle als modernes und selbstbewusstes Mädchen. Gaby Raker spielt ihre Rollen als strenge Mutter, als böse Schwiegermutter oder als geniale Köchin.

Mit von der Partie ist auch Thomas Niehoff, der als Anton Heller auf der Bühne aktiv ist. Er glänzt in seiner Rolle als „Casanova“ und „Schwerenöter“. Alle Akteure verkörperten ihre Rollen mit großer Überzeugungskraft und spielen das turbulente Geschehen des Stückes dem Publikum überzeugend vor.

Darsteller textsicher

Alle Darsteller waren so textsicher, dass die Souffleusen Irmgard Koopmann und Elisabeth Timme nicht bemerkt wurden. Ein passendes Bühnenbild von Werner Siemer und Josef Flatken, die gute Arbeit in der Maske durch Maria Bäker und Renate Suter sowie die musikalische Umrahmung durch die Dorfmusikanten aus Mehrenkamp rundeten die Aufführung ab.

Die nächsten Aufführungen sind am Freitag, 3., Sonntag, 5., Freitag, 10., und Sonnabend, 11. Februar, jeweils ab 19.30 Uhr.

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