Dötlingen - Ruhiger, aber dafür umso intensiver, so ist vielleicht am ehesten der Verlauf des Sommer-Aktionswochenendes der Dötlinger Gartenkultour zu beschreiben. Jeweils am vierten Juni-Wochenende wird zu dem zweitägigen Ereignis eingeladen.
Zum einen ließen die Wetterprognosen viele am sowieso schon immer etwas verhaltener besuchten Sonnabend fern bleiben, aber auch am Sonntag blieb der Zuspruch in einem überschaubaren Rahmen. Zum anderen waren dafür die Nachfragen der Besucher umso tiefergehender. Echtes Interesse ließ anregende Konversationen entstehen, wie zum Beispiel Galeristin Sibylle Rob erklärte, die über ein volles Haus berichtete, in dem derzeit die Pankok-Janssen-Ausstellung zu sehen ist.
Imker luden ein
„De Moler“ Friedrich Lüers sprach dagegen von sehr verhaltenem Besucherzustrom. Er stellte seine Malerei, gepaart mit Arbeiten der Sozialpädagogin und Autorin Barbara Kramer, unter dem Titel „Begegnung mit der Schreiberei“ vor. So oder so ähnlich sah es auch bei anderen Kunstreibenden und in den Galerien aus. Die Leute kamen – aber nicht in Scharen ,wie in den Vorjahren.
Bienen und deren Schutz waren begleitendes Schwerpunktthema. Die Imkerei Alterbaum lud zum „Tag der offenen Tür“ in den Betrieb auf der Geveshauser Höhe ein. Im Dorfgarten stellte sich der Imkerverein Wildeshausen vor. In herb’s Biolandgärtnerei lautete das Motto „Nuttel summt“. Der Imker Helmut Hilwers informierte über die Bienenhaltung und -pflege im Kultur und Kunsthaus Hof Hollmann in Ostrittrum. Und auch Imker Götz Neuber machte auf die bedrohten Nektarsammler aufmerksam.
Die mitmachenden Sommergärten standen daneben im Fokus der Gäste, die vor allem aus dem weiteren Umland gekommen waren.
Unzufriedene Gesichter gab es dagegen bei der Vertretung der Gartenführung. „Es haben sich schon mehrere Besucher beschwert, dass unser Stand gar nicht zu finden ist“, so Thea Freiberg von der Dötlinger Gästeführung. Aus Verkehrssicherheitsgründen war der Info-Stand am Kirchweg auf ein Parkplatzstück an der Infotafel Zur Loh verlegt worden. „Das muss wieder geändert werden“, meinte Marianne Mennen.
Engpass am Kirchweg
Auch wurde bemängelt, dass das erste Traktortreffen der Motorsportgemeinschaft Hunte-Delme mit dem Gartenkultour-Wochenende zusammenfiel. Vor allem ein Engpass am Rittrumer Kirchweg durch einseitig geparkte Fahrzeuge, sorgte für Behinderungen.
Noch am Sonntagnachmittag trafen sich Olaf Schacht-schneider und Gert Battermann mit Bauamtsvertreterin Ulrike Hollmann zu einer Bestandsaufnahme.
