NWZ
hatte bereits im März über die Kandidatin berichtet, die zunächst einen Zweijahresvertrag bekommen soll.Giannetti tritt die Nachfolge von Sabine Himmelsbach an, die als Leiterin des Hauses für elektronische Künste nach Basel wechselte. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Frau Giannetti eine international renommierte Kuratorin und Wissenschaftlerin an das Edith-Ruß-Haus holen konnten“, so Friedrich Scheele, Direktor der städtischen Museen, Sammlungen und Kunsthäuser über den Leitungswechsel: „Frau Giannetti wird mit ihrer profunden Kenntnis der Medienkunstlandschaft sicher für spannende Projekte stehen.“
Die gebürtige Brasilianerin lebt und arbeitet seit mehr als 20 Jahren in Barcelona. Sie studierte Musikwissenschaft, Betriebswirtschaft und Kunstgeschichte und promovierte an der Universität von Barcelona über Ästhetik der Medienkunst. Von 1993 bis 1999 war sie Direktorin des Kunstvereins L’Angelot in Barcelona, der der erste auf Medienkunst spezialisierte Raum auf der iberischen Halbinsel war.
Von 1998 bis 2007 stand sie dem Medienkunstzentrum „Mecad“ als Direktorin vor. Zudem übernahm sie bis 2009 die Leitung des „International Festival for Arts and Digital Cultures“ auf Gran Canaria. Giannetti, die mehrere Sprachen fließend beherrscht, ist Professorin an der Uni Évora bei Lissabon und Gastprofessorin an der Uni Pompeu Fabra in Barcelona.
Das im Jahr 2000 gegründete Oldenburger Edith-Ruß-Haus für Medienkunst (Katharinenstr. 23) geht auf eine Stiftung der Studienrätin Edith Ruß (1919–1993) zurück. Neben dem Ausstellungsgebäude gibt es ein Gästehaus mit Appartements für Stipendiaten.
