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Diakonie Mehr als ein Schnäppchenmarkt

Jens Milde

Einswarden - Der Second-Hand-Laden des Diakonischen Werks in Einswarden ist mehr als ein Schnäppchenmarkt. Wer hier eine Jeans für vier Euro sucht wird ebenso fündig, wie diejenigen, die Lust auf einen Klönschnack oder eine Tasse Kaffee haben. Der Laden, der sich Second Design nennt, ist einer der wenigen öffentlichen Treffpunkte im Stadtnorden. Und auch das ist ein Grund dafür, warum ihn die evangelische Kirchengemeinde unterstützt. Am Montagmorgen bekamen die Frauen des Second-Hand-Ladens Besuch von Pfarrerin Anke Claßen. Gemeinsam mit Kirchenratsmitglied Ina Gützlaff überbrachte sie einen Scheck über 2688 Euro.

Bei der Spende handelt es sich um das freiwillige Ortskirchgeld, das die Gemeinde im vergangenen Jahr gesammelt hatte. Anke Claßen hatte erfahren, dass es um die Zukunft des Ladens wegen finanzieller Engpässe nicht zum Besten bestellt ist. Aus diesem Grund habe die Kirchengemeinde beschlossen, der Einrichtung unter die Arme zu greifen.

Auf Spenden angewiesen

Neun Frauen arbeiten ehrenamtlich in dem Laden, den die Diakonie 2004 in Einswarden eröffnet hatte. Die Hoffnung, dass sich das Angebot irgendwann selbst trägt, hat sich bislang nicht erfüllt. Deshalb ist die Diakonie auf Spenden angewiesen, zumal Geld aus Fördermitteln nicht mehr zur Verfügung steht. Die Geschäftsführerin der Diakonie Wesermarsch, Karin Schelling-Carstens, macht kein Geheimnis daraus, dass schon über eine Schließung nachgedacht wurde. Nach ihren Worten ist der Fortbestand aber auch dank der Menschen, die das freiwillige Ortskirchgeld bezahlt haben, nun für weitere drei Jahre gesichert.

Die Geschäftsführerin bedankte sich für die Spende. Und natürlich freuten sich auch die Frauen, die im Laden arbeiten. Einige von ihnen sind schon von Anfang an dabei. Zum Team gehören im Augenblick. Rosemarie Hall, Angela Kernke-Röcker, Gertrud Meier, Rosemarie Mathes, Ingrid Wagner, Ayse Gülcü, Anke Gödicke, Lilia Kaminski und Elke Kolthoff.

15 bis 20 Kunden

15 bis 20 Kunden kommen täglich in den Laden. Das Sortiment kann sich sehen lassen. Die Preise liegen größtenteils im einstelligen Bereich. Bei den Waren handelt es sich um Spenden. Waren können aber auch sechs Wochen in Kommission gegeben werden, erst danach gilt sie als gespendet. Bei einem Verkauf bleiben 30 Prozent als Aufwandsentschädigung in der Ladenkasse.

Überwiegend wird Kleidung angeboten. Darüber hinaus gehören Handtücher, Bettwäsche, Babyausstattung, Spielzeug, Bücher und Geschirr zum Sortiment.

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