Leipzig - Zur Leipziger Buchmesse kommen 2015 mehr Verlage als im vergangenen Jahr. Im Vergleich zu den 2194 Ausstellern des Vorjahres gebe es ein Plus von 4 Prozent, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille am Donnerstag in Leipzig. „Der Buchmarkt befindet sich in einem so starken Strukturwandel wie seit 25 Jahren nicht mehr. Die Leipziger Buchmesse hält sich in diesem Sturm sehr gut.“
Die Leipziger Buchmesse, die sich traditionell als Publikumsmesse versteht, hatte 2014 einen Rekordbesuch erlebt. 175 000 Menschen kamen auf das Messegelände. Zusammen mit dem Literaturfestival „Leipzig liest“ zog das Frühjahrs-Event 237 000 Menschen an.
„Ich bin guter Dinge, dass das Publikum die Buchmesse so stürmen wird wie in den Vorjahren“, sagte Zille.
Ein thematischer Schwerpunkt der Messe (12. bis 15. März) wird in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen der deutsch-israelischen Beziehungen sein. 40 israelische Autoren kommen nach Leipzig, allen voran Amos Oz (75) mit seinem neuesten Roman „Judas“. Dessen Übersetzerin, Mirjam Pressler, ist für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.
Geplant ist unter anderem eine „Lange Nacht der deutsch-israelischen Literatur“. Nicht die Politik solle im Vordergrund stehen, sondern die Literatur, sagte Zille. „Es braucht aber keiner Angst zu haben, dass es nicht genug politisch wird. Über die Literatur werden immer politische Inhalte transportiert.“
Die Buchmesse wird flankiert vom Lesefestival „Leipzig liest“. Es wartet mit 3200 Veranstaltungen an 410 Orten in der gesamten Stadt auf. Das Festival sorge immer für die besondere Atmosphäre der Leipziger Buchmesse, sagte Zille.
Für die Manga- und Comic-Fans wird in diesem Jahr zum zweiten Mal die Manga-Comic-Convention veranstaltet, eine eigene Messe in der Buchmesse. „Die Manga-Comic-Convention ist für uns der Motor, junges Publikum auf die Messe zu bekommen“, sagte Zille. „Wir werden das mit Augenmaß klug weiterentwickeln, damit sich beide Events gegenseitig befruchten.“
