MENTZHAUSEN - Im wahren politischen Leben sicherlich nicht wünschenswert und gewollt: Der Bürgermeister gerät in Schieflage. So geschehen, aber keinesfalls dramatisch, auf dem gemütlichen Nachmittag der Interessengemeinschaft der Mentzhauser und Rüdershauser Vereine in der gut gefüllten Mehrzweckhalle.
Angestiftet zur Schieflage wurde Bürgermeister Henning Kaars von den drei jungen Tenören Johann Evers, Jürgen Meiners und Rainer Bödecker aus Butjadingen. Kaars, selbst ein Butjadinger Junge, und die „Tenöre“ kennen sich gut aus der gemeinsamen Jugendzeit, deshalb sparten sie während des gemeinsamen Auftritts nicht mit Döntjes übereinander aus vergangenen Zeiten.
Bei ihrem Auftritt schlüpften die Butjenter in feste Skischuhe, und diese waren über einer Brettauflage auf fingerdicken großen Spiralfedern verbunden. Im Playback zur Musik zeigten sie dann wundersame sportliche Verrenkungen zu allen Seiten. Als Zugabe durfte Henning Kaars dann in die Rolle eines der Tenöre schlüpfen, und leichte Schweißperlen auf seiner Stirn zeigten die Kraftanstrengungen bei der Schräglage des Bürgermeister. Das Publikum fand Gefallen, die Lachmuskeln wurden arg strapaziert. Im weiteren Verlauf des Nachmittags trat Thomas Martinsen als Bauchredner „Thommy & Co“ – ein weiterer Butjenter – auf. Thommy und sein „Paradiesvogel“ Rocky sorgten für kurzweilige Unterhaltung.
Das dreistündige Programm mit einer Kaffee- und Kuchentafel wurde musikalisch umrahmt von der Ovelgönner Blaskapelle, die unter der Leitung des Dirigenten Heinz Brumund klangvolle Eindrücke hinterließ. Von der Niederdeutschen Bühne Brake waren die Fleutjepieper zu Gast. Diese Gruppe unter der Leitung von Dagmar Czerny vermittelt Kindern spielerisch die plattdeutsche Sprache.
Die Organisatoren um Ude Meiners und Hajo Müller hatten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, das beim Seniorenpublikum gut ankam. Das bewiesen der immer wieder aufkommende Beifall und die „Zugabe“-Rufe. Einer Neuauflage im kommenden Jahr dürfte also nichts im Wege stehen.
