Bad Zwischenahn/Ofen - Der heilige Hubertus ist der Schutzpatron der Jäger. Schon im Mittelalter bildete sich der Brauch, am Hubertustag eine Messe in den Kirchen zu lesen. Die plattdeutsche Hubertusmesse im Ammerländer Bauernhaus erfreut sich schon lange großer Beliebtheit. Mehr als 200 Besucher haben in den vergangenen Jahren stets den Weg ins Heimatmuseum gefunden. Am Donnerstag, 1. November, ist es wieder soweit. Für 20 Uhr lädt der Hegering Bad Zwischenahn „Mitglieder und alle, die sich zur Liebe zu der Natur bekennen“ ein.
Die musikalische Gestaltung beim Gottesdienst nach Waidmannsart werden die Ammerländer Parforcehornbläser und die Ammerländer Jagdhornbläser übernehmen. Die Hubertusmesse für Parforcehorn-Bläser wurde übrigens erst Anfang des 19. Jahrhunderts begonnen. Die Melodien dazu entstanden in Frankreich und Belgien. Die Predigt auf Plattdeutsch hält Pastor Klaus Peuster im von Mitgliedern des Vereins für Heimatpflege herbstlich ausgeschmückten Bauernhaus.
Ein Tag später, am Freitag, 2. November, wird um 20 Uhr dann in der Kirche zu Ofen auf Einladung der Ev.-luth. Kirchengemeinde Ofen und des Hegerings Bloh eine Hubertusmesse gefeiert. Angesprochen werden sollen nicht nur Jagdfreunde, Musikbegeisterte und Naturliebhaber, sondern alle Menschen. Auch hier wird der Abend musikalisch von den Ammerländer Parforcehornbläsern und der Jagdhornbläser-Gruppe Ammerland gestaltet. Außerdem wird die Gruppe „Les Trompes du val du rhin“ Stücke zum besten geben. Der Klang der ventillosen Jagdhörner zaubert eine ganz besondere Atmosphäre in die zu diesem Anlass herbstlich geschmückte Ofener Kirche. Die Gestaltung nach dem Motto „Wir bringen den Wald in die Kirche“ hat in den vergangenen Jahren für viel Zuspruch in der Bevölkerung gesorgt. Die Predigt wird von Pastor Jann-Hendryk Weinrich gehalten.
