METJENDORF - Auch ein Buch über die Geschichte Metjendorfs wird im September erscheinen. Wilfried Harms arbeitet daran.
Von Claus Stölting
Die Einrichtung einer Straßenbeleuchtung in Heidkamp soll – so sagt der heutige Vorsitzende Theo Gerdes – letztlich im Oktober 1957 zur Gründung des Ortsbürgervereins (OBV) Metjendorf-Heidkamp-Ofenerfeld geführt haben. Heidkamp war erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden, um Wohnraum für die Vertriebenen zu schaffen.
Im November 1959 schließlich zog der „Ortsverein Metjendorf-Heidkamp“ Bilanz: „Die Ortsbeleuchtung, die wesentlich zur Neugründung unseres Vereins beitrug, hat sich so gut bewährt, dass niemand sie heute noch entbehren möchte“.
In diesem Jahr feiert der Verein sein 50-jähriges Bestehen. Es gibt ein Programm und viele Erinnerungen an die bisherige Arbeit, die in einigen Punkten auch noch gar nicht abgeschlossen ist, etwa bei der Verkehrssituation im Kreuzungsbereich Metjendorfer Landstraße/Ofenerfelder Straße und der dort installierten Ampel. Diese Situation wird seitens des Ortsbürgervereins immer noch als kritisch betrachtet: Seit Jahren setzt sich der Verein denn auch für eine Vollampel-Anlage ein. Themen wie die Verkehrsprobleme im Ortsdurchfahrtsbereich und der Lärm, der vom angrenzenden Fliegerhorst ausging, beschäftigten den Verein viele Jahrzehnte.
Deshalb war die Anfang der 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts geäußerte Absicht der Bundeswehr, ihren Flugbetrieb in absehbarer Zeit einstellen zu wollen, auch mit Erleichterung aufgenommen worden. Noch einmal hektisch wurde es, als Ende der 90-er Jahre eine Gruppe flugbegeisterter Interessenten den Fliegerhorst für den zivilen Flugverkehr nutzen wollte. Der Ortsbürgerverein reagierte umgehend und bekundete auf Info-Veranstaltungen seine ablehnende Haltung, erinnert sich Gerdes.
Heute zählt der Ortsbürgerverein Metjendorf-Heidkamp-Ofenerfeld insgesamt 285 Mitglieder. Im Vorstand sitzen Theo Gerdes als Vorsitzender, Alfred Tönjes als Stellvertreter. Schriftführerin ist Helga Niehues, Kassenführer Wilfried Höller und Pressesprecher Gerd Wichmann. Der Ortsbürgerverein, der auch im Vorstand des Vereins Begegnungsstätte Heinrich Kunst vertreten ist, gibt im September in Zusammenarbeit mit dem Verein das zurzeit vom Wiefelsteder Autor Wilfried Harms erarbeitete Buch über die Geschichte Metjendorfs heraus, freut sich Gerdes schon heute auf das Ergebnis.
Wilfried Harms sucht in diesem Zusammenhang noch dringend das älteste Foto des einstigen Schützenhofs in Metjendorf, teilte der Autor mit. Wer noch entsprechende „Kostbarkeiten“ hat, der kann sich mit dem Wiefelsteder unter 04402/60160 in Verbindung setzen.
