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Bühne Pfiffige Oma kann gut alleine bleiben

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MIDDOGE - Mit strapazierten Lachmuskeln und glücklichen Gesichtern verließ das Publikum am Freitagabend die „Alte Pastorei“ in Middoge, wo die „Javenlocker Spölers“ ihr neues Stück „Worhen mit Oma“ aufführten. Seit Dezember hatten die sieben Akteure das plattdeutsche Stück von Heike Büsing eifrig geprobt und freuten sich über den begeisterten Applaus der etwa 170 Zuschauer.

Die jüngste im Ensemble war die Drittklässlerin Mia Schoof, schon lange wollte sie unbedingt einmal bei den „Javenlocker Spölers“ mitspielen. Dieser Wunsch wurde ihr erfüllt, indem Heike Büsing nachträglich die Rolle der Enkelin Mia in das Stück einfügte. Zu Recht, denn Mia absolvierte ihre Premiere mit Bravour.

Als Enkelin ist sie die einzige aus der Familie, die nicht ohne ihre Oma nach „Mayonnaise“ – oder war es doch Mallorca? – reisen will. Dorthin soll der Urlaub der Familie von Oma Paula Piff-Paff, gespielt von Gertrud Lübben, führen. Vier Wochen Sonne, Strand und Meer – das ist nichts für Oma. Also beschloss man kurzerhand, sie in der Zeit in die Villa Sünnschinn einzuquartieren, eine Seniorenresidenz. Da werde es ihr schon gut gehen, besonders weil Heimleiterin Sandra Sturm, gespielt von Ilka Hinrichs, auch noch eine entfernte Verwandte ist.

Aber Paula Piff-Paff denkt gar nicht daran, die Pläne ihrer Familie hinzunehmen, schließlich fühlt sie sich noch jung und noch gar nicht bereit für das Leben im Seniorenheim. Lieber schickt sie Nachbar Paul Drögg (Peter Fimmen), als Frau verkleidet, in die Villa und machte sich selbst ein paar schöne Wochen mit Freundin Gesine Landmann (Sigrid Tjarks).

Schließlich hat die gerade die Kontaktanzeige von Hinrich Müürmann und Fritz Gas, alias Emil Doden und Frank Schröder, beantwortet. Und nun steht das erste Kennenlernen der Herren kurz bevor.

Doch auch wenn Paul in roten Lack-High-Heels eine gute Figur macht, das Essen fantastisch ist und er gerne Angebote wie stricken, malen oder Sitztanz annimmt, schöpft die Heimleiterin langsam Verdacht, dass irgendetwas nicht stimmt.

Die Scherze und Sprüche, die besonders Paul sehr flott über die Lippen kamen, sind nicht gerade neu, aber durch die Interpretation der Akteure, denen man die Freude an ihrem Auftritt deutlich ansah, lacht man gerne darüber. Auch kleine Texthänger verzieh das Publikum und gab sogar Tipps, wenn sich Paul in seiner Rolle als Paula nicht ganz zurecht fand.

Ob das Verwirrspiel am Ende aufgelöst wird, die beiden Damen mit ihren Herren glücklich werden und was hinter Pauls geheimnisvollem Bild steckt, schaut man sich am Besten selbst an. Weitere Vorstellungen finden am 16. und 17. März, jeweils um 20 im Bürgertreff in Middoge statt.

 @ Mehr Bilder unter

http://www.NWZonline.de/fotos-friesland

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