Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Theater „Miss Seltsam“ und das Erwachsenwerden

Hude - Paula ist ein Mädchen, das ist nicht besonders gut in der Schule ist, oft schreibt sie von ihrer besten Freundin Jannika ab. Weil sie sehr ruhig und verträumt ist, wird Paula von vielen Mitschülern Miss Seltsam genannt. Zu Hause muss sie auch schon mal in der Gärtnerei ihrer Eltern mit anpacken. Alles in allem hat sie es nicht immer leicht – und dann geraten Paula und Jannika auch noch einen richtigen Streit mit der Zickenclique ihrer Schule.

Bei Proben zugeschaut

Die zwölf Schüler der Theater AG führen am Montag, 12. Juni, „Die Walreiterin“ im Forum der Peter-Ustinov-Schule auf. Der eigentliche Termin am Freitag, 9. Juni, musste leider abgesagt werden. Es ist die Premiere des Theaterstückes, in dem es um Freundschaft, Liebe, das Erwachsenwerden und auch den Biologieunterricht geht, wie die Schüler, die in die sechste und siebte Klasse gehen, betonen. Die NWZ hat dem Huder Schauspielnachwuchs bei den Proben über die Schulter geschaut.

„Wir arbeiten seit Beginn des Schuljahres im letzten Jahr an der Aufführung“, berichtet Musiklehrer Armin Kirsch. Die Idee und der Text zum Stück stammen von ihm. „Wir haben aber bei den Proben einiges geändert und auch die Sprache der Figuren angepasst“, verraten die Schüler. Außerdem hätten sie sich die Namen für ihre Rollen selbst ausgesucht.

„Ich spiele die Paula“, berichtet Wiebke, die es liebt, in andere Rollen zu schlüpfen. „So kann man sehr gut dem Alltag entkommen.“ Zwischen Wiebke und ihrer Rolle gebe es auch Parallelen, wie zum Beispiel den Bruder.

Paulas Bruder heißt Johannes. Die Rolle spielt Wiebkes kleiner Bruder Heiko, der, wie seine Schwester, viel Spaß an der Schauspielerei hat. „Ich fand die Idee, auf der Bühne zu stehen, damals schon toll, als ich das bei Wiebke gesehen habe“, sagt er. Mit den anderen Jungen der Theater-AG führt er im Stück einen Maori-Tanz auf, den sie auch mit Gesang begleiten.

Die Mädchen auf der anderen Seite führen einen Hip Hop-Tanz auf. Sie haben eine Choreographie einstudiert, die sie im Wechsel von bunter Beleuchtung und Stroboskoplicht, das ihre Bewegungen seltsam abgehackt erscheinen lässt, aufführen werden.

Nervosität spielt keine große Rolle für die Mitglieder der Theater-AG. „Klar, jeder ist etwas aufgeregt, wenn es auf die Bühne geht und will den Auftritt hinter sich bringen. Am Ende bin ich aber immer froh, wenn ich fertig bin. Das ist ein befreiendes Gefühl“, berichtet Frida, die im Stück Jannika spielt.

Und auch wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, wissen die Schauspieler, was zu tun ist. „Wir improvisieren einfach und versuchen die Kurve zu kriegen“, sagt Wiebke, ihre Mitschüler nicken.

Intensive Proben

Dass am Montagabend alles glatt geht, denkt auch Armin Kirsch. „Wir haben intensiv geprobt, und ich habe richtig tolle Ergebnisse gesehen“, sagt der Pädagoge, der sich keine Sorgen in Bezug auf die Premiere macht.

Wolfgang Alexander Meyer
Wolfgang Alexander Meyer Redaktion Oldenburg
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Interview
Gilt als Kämpferin für Behindertenrechte: die Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen (Grüne) vor dem Werbeplakat „Ein Fest für Europa“ am Kröpke in Hannover

EUROPA-ABGEORDNETE KATRIN LANGENSIEPEN (GRÜNE) Sie kämpft in der EU für die Rechte der Menschen mit Behinderung

Stefan Idel Büro Hannover
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

BALLSPORT IN OSTFRIESLAND Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden