Oldenburg - Einen schalen Nachgeschmack hat bei manchen Ausstellern die Premiere der drei zusammengelegten Messen Nostalga, Winterzauber und Kunsthandwerk hinterlassen. 10 000 Besucher hatten die Weser-Ems-Hallen am vergangenen Wochenende angelockt.

„Es fehlte die Stimmung, die sonst immer vorhanden war“, erklärt Ausstellerin Gabriele Ibañez, die die Kunsthandwerkermesse ansonsten als eine der schönsten in der Gegend ansieht. Dieses Mal musste sie in die Messehalle umziehen, da in der Kongresshalle die „Nostalga“ aufgebaut war. Überdies habe der Eintritt in Höhe von 10 Euro so manchen abgeschreckt. Immerhin bedeute das für die Besucher der Kunsthandwerker eine Erhöhung um 100 Prozent.

Ausstellerin Erika Friedland ist auch enttäuscht. „Das zusammenlegen von diesen drei Messen war ausgesprochen unglücklich“, schreibt sie. „Jedenfalls hat die Halle den Charme einer verlassenen Fabrikhalle.“ Die Aussteller in Erika Friedlanders Umgebung sind ihrer Aussage zufolge nicht einmal auf ihre Standkosten gekommen.

Aus Sicht von Ausstellerin Jutta Woldmann ziehen etwa die Antiquitätenmesse „Nostalga“ und der Kunsthandwerkermarkt ganz unterschiedliche Besuchergruppen an. Sie beklagt auch den frühen Termin vor Weihnachten und etlichen Leerstand. Alle drei Ausstellerinnen wollen nicht mehr teilnehmen, sollte sich die Form nicht ändern.

Kunsthandwerkermarkt-Organisatorin Renate Zidella ist diese Kritik nicht verborgen geblieben. Zunächst einmal setzt sie auf die Nachbesprechung mit Hallenchef Jan Wartemann am 11. November. „Ich war erst einmal froh, dass ich zu diesem Termin in die Halle konnte, nachdem mir die Stadt den Volkstrauertag verboten hatte.“ Mit der großen Halle ist allerdings auch Renate Zidella nicht glücklich.

Zunächst einmal setzt sie auf die Frühjahrsausstellung der Kunsthandwerker am 15. März 2015 am gewohnten Ort.