Bürstel - Wenn jeweils am 1. Advent in Bürstel der „Alpaka-Tag“ steigt, dann haben Mister White und seine Kollegen Ausgang. Denn zum üppigen Programmpaket zählt auch das Angebot, mit einem der Paarhufer an der Leine einen Spaziergang zu unternehmen. Sorgen, dass sich jemand verlaufen könnte, macht sich Züchter und Mitveranstalter Rainer Fortmann nicht: „Alpakas sind Herdentiere. Die kommen zurück.“
Was da bei der nächsten, siebten Ausgabe des Alpaka-Tags am Sonntag, 29. November, 11 bis 17 Uhr, am Ganderkeseer Weg 17 stattfindet, das schilderten einige der Mitwirkenden am Montag vor Ort. Wie seine sechs Vorgänger sei der Tag ein „kleines Fest im Dorfe“, „ohne Hektik“, wie Mitausstellerin Insa Scherschanski es beschrieb.
Zu den Hinguckern dürften (natürlich) Mister White und sein Kumpane zählen. Bei Führungen durch den Stall und übers Gelände wird über Alpakas informiert. Deren extrem feine Hohlfasern seien temperaturregulierend, vergleichbar der Kaschmirwolle, erklärten Herma und Rainer Fortmann. Was daraus – je nach Feinheitsgrad der Faser – gestrickt wird, zeigen die beiden in einer Ausstellung.
Wie in den Vorjahren, werden beim Alpaka-Tag Kunsthandwerker ihre Produkte präsentieren, sich teils bei der Arbeit über die Schulter schauen lassen. Ein Beispiel: Oswald Ackermann. Der Metall-Bildner fertigt über offenem Feuer Klangschalen an, einige sind nur fünf, andere bis zu 40 Zentimeter groß.
Was für Ackermann das harte Eisen, ist für Zita Hobbensiefken die weiche Seide. Bilder und Kleidung will sie ausstellen – ferner Fotos, die sie mit einer 59 Jahre alten Kamera festgehalten hat.
Floristikmeisterin Insa Scherschanski ist mit Kränzen und Gestecken aus Naturmaterialien mit von der Partie. Sie will mit interessierten Kindern Dekoratives basteln – woraus, „da lassen wir uns überraschen“.
„Holz“ ist der Rohstoff, aus dem Horst Schulz seine Futterhäuser und Weihnachtsdeko erstellt. In Bürstel will der Bookholzberger ein neu entwickeltes „Gebäude“ vorstellen. Imker Jürgen Stöver bringt Honig und Produkte aus Honig mit; Taina Grzybowski kommt mit Holz-Skulpturen, die sie teils mit der Kettensäge aus Baumstämmen gefertigt hat.
Ab 14 Uhr bittet Helga Bürster zum Zuhören. Die Erzählerin will Kinder und Erwachsene in den Bann von Geschichten, Sagen oder Märchen aus der Region ziehen. Während des Tages ist das Melkhus des Hofes geöffnet.
