Altenoythe/Münster - Zum 13. Mal wurde in Münster im Rahmen des Neujahrsempfanges des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster der „Dialogpreis für gute Taten vergeben“. Bischof Dr. Felix Genn und Dr. Hans-Josef Joest, Chefredakteur der Bistumszeitung „Kirche und Leben“, zeichneten vier Einzelpersonen, Gruppen und Projekte aus. Dazu gehörte in diesem Jahr das Projekt „El Camino 2013“.
500 Euro Preisgeld
Den Preis, eine Skulptur und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro, nahmen Vertreter des Caritas-Vereins Altenoythe entgegen, darunter auch Irene Block aus Barßel. Sie ist Beauftragte für Seelsorge für Menschen mit Behinderungen beim Caritas-Verein und hatte die Idee zu „El Camino 2013“. Wie berichtet, war sie selber auf dem bekannten Jakobsweg in Nordspanien gepilgert und wollte, dass auch Menschen mit Behinderungen diese wertvollen Erfahrungen sammeln.
Der Caritas-Verein trieb den Gedanken voran. Das Offizialat Vechta und das katholische Bistum Osnabrück organisierten die Wallfahrt. So pilgerten vergangenes Jahr rund 1500 Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in zehn Etappen von Kirchweyhe bei Bremen bis Wallenhorst-Rulle bei Osnabrück auf einem Teil des Jakobswegs. An einer Etappe nahmen aus dem Landkreis Cloppenburg unter anderem Personen der Werkstatt des Caritas-Vereins Altenoythe, Schüler der Berufsbildenden Schulen Frie-soythe, der Heinrich-von-Oytha-Schule Altenoythe, der Sophie-Scholl-Schule und des Vincenzhauses Cloppenburg teil.
Laut Jury sei „El Camino“ ein Projekt, „das Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe zusammengeführt hat“. Das zeige, was Wollen und Tatkraft alles ermöglichen könnten. Es setze darauf, dass beim Pilgern geschlossene Freundschaften halten.
„Wertvolles Zeichen“
Bischof Genn würdigte die Initiativen in der Predigt im St.-Paulus-Dom. Es seien „wertvolle Zeichen, dass trotz aller Krisen christliches Leben im Ursprung sich entfalten kann – nämlich im Tun der Liebe“. Auch der Berliner Sozialethiker, Professor Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, rief beim Neujahrsempfang zu einem „aufgeklärt modernen“ Umgang mit Menschen mit und ohne Behinderung auf. Behinderte sollten nicht nur dabei, sondern „mittendrin“ im gesellschaftlichen Leben sein.
