Elsfleth - In diesen Tagen denken sicherlich viele noch an das zurückliegende Weihnachtsfest – aber die Sternsinger-Kinder der katholischen Kirchengemeinde St.-Maria-Magdalena sind schon ein ganzes Stück weiter: Vom 2. bis zum 5. Januar werden die Mädchen und Jungen in den Kostümen der Heiligen Drei Könige wieder von Haus zu Haus ziehen, Spenden für die diesjährige Sternsingeraktion einwerben und den Segen „Christus mansionem benedicat“ (Christus schütze dieses Haus) an die Türen der Elsflether Bürger schreiben. Traditionell stehen unter anderem auch wieder Besuche im Rathaus, bei Kindergärten, Elsflether Unternehmen und Reedereien auf dem Programm.

Seit mehreren Wochen bereiten sich die Sternsinger in der katholischen Begegnungsstätte auf ihre diesjährige Aktion vor. Alle bunten Kostüme aus dem Sternsingerfundus – goldene Krönchen, die Sterne am Stab und weiße Unterkleider – wurden inspiziert und für gut befunden. Geprobt werden auch die Lieder, mit denen die Kinder an den Haustüren ihr Anliegen bekräftigen. Ein Beispiel: „Im Namen des Vaters sind wir hier“.

Bei den Treffen in der Begegnungsstätte wurden Stofftaschen mit verschiedenen Motiven bemalt, Buttons mit den Namen der Sternsinger versehen. Die Kostümprobe brachte ein gutes Ergebnis: alles sitzt, alles passt!

Pastoralreferentin Birgit Hille-Korbmacher zeigte sich erfreut, dass sich in diesem Jahr nicht nur die Jüngsten, sondern auch Jugendliche, die bereits die Oberschule oder das Gymnasium besuchen, an der Aktion beteiligen. Auch die „alten Hasen“ der Stammcrew Briceida, Marc, Jonathan und Till sind wieder dabei.

Die bundesweite Sternsinger-Aktion 2015 unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein“ richtet den Blick besonders auf Kinder, die unter Mangel- und Unterernährung leiden. Weltweit hat jedes vierte Kind nicht genug zu essen oder ist einseitig ernährt. Sie haben keine Chance, sich gesund zu entwickeln und sind anfälliger für Krankheiten.

Das gilt auch für die Kinder auf den Philippinen, denen die Aktion 2015 gewidmet ist. Trotz fruchtbarer Natur und fischreicher Gewässer haben die ärmsten Mädchen und Jungen keinen Zugang zu ausgewogener Ernährung. Viele Familien können sich nur von Reis ernähren, weil er günstig ist und satt macht. Hier setzt die Sternsingeraktion an und stellt Lösungsansätze der Projektpartner auf den Philippinen vor.