Oldenburg - Ans Aufhören hat der New Yorker noch nie gedacht: „Das ist ein ganz besonderer Lebensstil, da ist man mit Herz und Seele dabei“, erklärt der fast 90 Jahre alte Jazz-Musiker Bob Dorough. Er ist rüstig wie viele jüngere Senioren nicht. Diesen Freitag startet er in Oldenburg seine Deutschlandtournee im Wilhelm 13.
Nach Deutschland kam Dorough das erste Mal Ende der sechziger Jahre. Immer wieder besuchte er die Stadt. Nun freut er sich, wieder in Oldenburg zu Gast zu sein und seinen Neffen Jeff Hess und dessen Frau Sabine Hess zu treffen, die schon länger in Ohmstede wohnen.
Jeff erklärte: „Für uns ist es besonders schön, unseren Onkel einmal in unserer Heimat begrüßen zu können.“ Das Verhältnis der Familienmitglieder ist sehr herzlich, es wird viel gelacht, Anekdoten werden ausgetauscht. Natürlich spielt der Jazz-Musiker viel auf dem Piano vor.
Anfänge der Karriere
Begonnen hat seine Karriere in der frühen Jugend: In der Highschool-Band entdeckte der heute 89-Jährige seine Leidenschaft für Musik. Seine Eltern unterstützen ihn in der Verwirklichung seiner Berufswahl. Es sei nicht immer einfach gewesen, gibt der Sänger zu. Doch der Magie der Musik war er erlegen.
Album mit Miles Davis
Dorough komponierte Hits wie „Comin’ Home Baby“ oder „But for now“. Für das US-Schul-TV-Projekt „Schoolhouse Rock“ schrieb er den Song „Three is a magic number“. Außerdem ist er nach eigenen Angaben der einzige Sänger, der es auf ein Album von Jazzlegende Miles Davis geschafft hat. Sowohl Zusammenarbeit mit Davis als auch die mit dem Jazz-Musiker Allen Ginsberg sind persönliche Höhepunkte für Bob Dorough. An diesem Freitag tritt er mit seinen Kollegen Michael Clifton und Robin Draganic als „Bob Dorough Trio“ auf.
