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Ausstellung Mit ganz viel Liebe zum Detail

Jens Milde

Nordenham - Norbert Neubert musste sehr lange auf Hella Krause einreden, um sie zu überzeugen. Die Hartnäckigkeit des pensionierten Kunstlehrers führte zum Erfolg. Jetzt sind die Bilder der 58-Jährigen erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen. An diesem Sonntag, 26. Mai, wird im Nordenham-Museum die Ausstellung „Fantasievolle Techniken in der Malerei“ eröffnet. Neun Freizeitkünstler aus Nordenham und Butjadingen stellen aus. Hella Krause ist eine von ihnen.

Norbert Neubert und Gesine Lohse, die ehemalige Vorsitzende des Kunstvereins, haben die Ausstellung auf die Beine gestellt und ihr den Untertitel „Eine Brücke zwischen Kindermalerei und zeitgenössischer Kunst“ gegeben. Im Mittelpunkt stehen Buntstiftzeichnungen.

Bis zum 4. August

Die beiden Kunstliebhaber wollen vor allem Kinder ansprechen. Sie haben in allen Nordenhamer Grundschulen und in der Luisenhofschule ordentlich die Werbetrommel gerührt. Und sie sind von der Resonanz überwältigt. Viele Schulklassen haben sich für einen Besuch der Ausstellung angemeldet. Die Kinder bekommen ein Rundumpaket. Sie können sich nicht nur die Bilder anschauen. Sie können auch selbst mit Buntstiften aktiv werden. Und sie bekommen eine Führung durch das Museum. Natürlich kann sich auch die Öffentlichkeit die Bilder ansehen. Die Ausstellung ist bis zum 4. August im Museum zu sehen.

Norbert Neubert und Gesine Lohse wollen Kinder animieren, ihre eigene Buntstifttechnik zu verfeinern. Sie wollen zeigen, was sich mit dieser Technik alles machen lässt. Als Anschauungsobjekte sind die Bilder der Ausstellung bestens geeignet. Neben Hella Krause gehören auch Dr. Andreas von Pickart, Waltraud Becker, Karin Limberg, Ute Boekhoff, Inge Voss, Inge Weber, Jutta Borgmann und Ingrid Wilkens zu den Ausstellern.

Das war auch die Bedingung von Hella Krause: Sie wollte auf keinen Fall alleine ausstellen. Die Frau aus Friedrich-August-Hütte ist bescheiden, macht kein großes Aufheben um ihre Kunst. Dabei sind ihre Bilder viel zu schaden, um in den eigenen vier Wänden zu versauern. Hella Krause malt auch Acryl- und Ölbilder. Ihre große Stärke sind die Bleistiftzeichnungen. „Ich habe es selbst nicht geglaubt, was sich mit dieser Technik alles machen lässt“, sagt Norbert Neubert.

Hella Krause hat Mode-Design studiert und viele Jahre in in diesem Beruf gearbeitet – freiberuflich und für die Industrie. Als Ausgleich zur „Strichmännchen-Kunst“ in ihrem Job malt sie zu Hause und lässt sich dabei immer wieder von Märchen und Fantasy-Geschichten inspirieren. Viele ihrer Bilder zeigen Fantasie-Landschaften. „Ich male die Dinge nicht so, wie sie sind, sondern so, wie ich sie gerne hätte.“

Unglaubliche Akribie

Die Liebe zum Detail und die unglaubliche Akribie sind den Bildern anzusehen. An jedem einzelnem arbeitet sie bis zu vier Monate. An die Öffentlichkeit will sie mit ihrer Kunst bis heute nicht. „Ich will auch nichts verkaufen. In diesen Bildern steckt meine Seele“, sagt die 58-Jährige. Aber den Überredungskünsten von Norbert Neubert ist Hella Krause schließlich doch erlegen.

  Die Öffnungszeiten des Museums: dienstags bis sonnabends von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 10.30 bis 17 Uhr; ab 15. Juni: dienstags bis freitags 10.30 bis 17 Uhr, sonnabends 14 bis 17 Uhr.

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