Neustadtgödens - Was haben Kaninchenzucht und aktuelle Politik gemeinsam? Eine ganze Menge, findet Stephan Eiklenborg, SPD-Ratsherr in Sande und Schirmherr der Ortsschau im Kaninchenzuchtverein I 113 Gödens und Umgebung, die am Wochenende in der Turnhalle von Neustadtgödens stattfand.
An erster Stelle sei die Bildungspolitik zu nennen, denn im Kaninchenzuchtverein erlebe man beispielhaft, wie fachrelevantes Wissen von Generation zu Generation erfolgreich weitergegeben werde, so Eiklenborg. Es ging weiter um Pflege und Pflegenotnotstand, Energie und anderes. Überall spannte der Schirmherr den Bogen. Gleichwohl sei es für die Kaninchenzüchter nicht einfach, wie der Vorsitzende Hugo Osterkamp erläuterte. Im Verein I 113 sind noch 38 Mitglieder organisiert, nur fünf Erwachsene und drei Jugendliche zeigten ihre Tiere in der Ausstellung. Die 72 Tiere wurden von Preisrichter Stephan Brunken begutachtet, am Ende errang die Zuchtgemeinschaft mit Mareke und Hugo Osterkamp den Gesamtsieg, Angelika Boekhoff wurde Vereinsmeisterin. Bei den Jugendlichen errang Andre Schwarze den Gesamtsieg, Tom Tholen wurde Vereinsmeister.
Sandes Bürgermeister Josef Wesselmann, sowie Günter Rektor, Ehrenvorsitzender der deutschen Preisrichtervereinigung und der Landtagsabgeordnete Olaf Lies, lobten das Engagement der Züchter. Die Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer schlug vor, in Zeiten sinkender Mitglieder zahlen in Vereinen gemeinsame Schauen zu organisieren.
Günter Remmers vom Kreisverband lobte die Unterstützung der Gemeinde Sande, die immer noch die Turnhallen unentgeltlich für die Ausstellungen zur Verfügung stelle. Auch wenn das in vielen Kommunen ganz anders aussehe, appellierte er an die Verwaltung, an dieser Tradition festzuhalten.
