Neerstedt - 26 neue Vorstellungen bietet die Neerstedter Bühne in ihrer Spielzeit 2015/2016 an. 26 Mal sollen sich die 158 Sitzplätze vor der frisch überholten Bühne des Theaters im Landkreis Oldenburg füllen.
In der Sommerpause war der Verein Neerstedter Bühne fleißig. „Wir haben den Boden der Bühne ausgetauscht. Er ist jetzt aus schwarzem Holz. Außerdem wurde die Beleuchtung am Bühnenrand auf LED umgestellt“, erklärt Jan Kratzmann, technischer Leiter.
Eine größere Investition und Renovierung steht der Bühne noch bevor: Die Bühnenbeschallung wird für 11 000 Euro erneuert. „Die alte Anlage stammt aus den 70er Jahren, den Anfängen des Theaters“, erklärt Erhard Hofemann, Vorsitzender der Neerstedter Bühne. Teilweise wird die Anlage durch Sponsorengelder bezahlt, teilweise durch Rücklagen des Theaters. „Im Moment könnten wir hunderte Erste-Reihe-Tickets verkaufen, so können dann alle gleich gut hören“, sagt Vorstandsmitglied Annika Stolle. Sie arbeitet hauptsächlich an der Theaterkasse des Vereins. Auch da gab es Neuerungen. „Wir haben ein neues Kassensystem. Unsere alten Datensätze sind weg, wir werden jetzt wieder neue anlegen“, sagt Stolle.
An der Kasse könnte sie Unterstützung gebrauchen. Aktuell sind es drei Personen, die beim Ticketverkauf aushelfen, das reicht aber nicht. Auch für die Bühnentechnik suchen die Neerstedter dringen helfende Hände. „Vorkenntnisse braucht niemand. Das zeigen wir schon“, sagt Hofemann.
Helfer sind für den Verein wichtig. Aktuell sind sie zwar 47 Mitglieder, aber davon nur eine Handvoll Aktive.
Nicht nur die Bühne hat einige Änderungen im Sommer erlebt, auch das Programm wurde neu zusammengestellt. Die Spielgruppen standen zwar alle schon auf den Neerstedter Bühnenbrettern, kommen jetzt aber mit neuen, meist plattdeutschen Stücken.
Eine Neuerung im Repertoire der Neerstedter Bühne wird ein Klavierkonzert von Peter Blöchl sein. „Damit möchten wir Besucher anlocken, die sonst vielleicht nicht in unser Theater kommen würden“, sagt Hofemann. „Das Konzert wird allerdings an einem elektronischen Klavier gespielt, ein echter Flügel bräuchte zu lange, um sich zu akklimatisieren. Das wäre zu teuer“, sagt Kratzmann.
Ein Stück, das im Programmheft aufgelistet ist, muss aus krankheitsgründen ausfallen: Sneedrieven von der Speelkoppel Bookholzberg am Sonntag, 20. März, um 15 Uhr.
