Frau Peikert-Baramsky, der Hospizkreis beschließt seine Geburtstagsaktivitäten mit einem „Trauer-Kabarett“, das mit schwarzem Humor gespickt ist. Darf man über Sterben, Tod und Trauer lachen?
Peikert-BaramskyAber natürlich! Das Thema Tod weckt Berührungsängste. Daher besteht bei dieser Art der Veranstaltung die Möglichkeit, sich dem Thema einmal von einer anderen, leichteren Seite zu nähern. Ob nun über lustige Anekdoten oder das Lachen über sich selbst. Und Sie werden es vielleicht selbst erleben, es kann unglaublich befreiend sein, über das Unvermeidliche Witze zu machen. Ich finde es einen sehr passenden, wunderbaren Abschluss für unser Jubiläum!
Wäre diese Antwort vor zehn Jahren, als der Hospizkreis gegründet wurde, anders ausgefallen?
Peikert-BaramskyIch habe über viele Dinge, die mir in dieser Zeit begegnet sind, gar nicht nachgedacht. Ja, ich glaube, sie wäre anders ausgefallen. Auch daran merke ich, wie wichtig es ist, diesen Dingen zu begegnen. Mit der Zeit bekommt man Antworten, und entwickelt eine persönliche Haltung zu diesen Themen. Wenn ich mich mit Dingen beschäftige, nähere ich mich an, das nimmt Ängste.
Wenn Sie zehn Jahre in die Zukunft schauen: Wo sehen Sie den Hospizkreis dann?
Peikert-BaramskyAls wir vor zehn Jahren mit der Hospizarbeit in Ganderkesee angefangen haben, waren wir alle voll vom Hospizgedanken und haben ihn in die Öffentlichkeit getragen. Ich hoffe, dass uns dies in den nächsten zehn Jahren genauso gelingt und dass diese Flamme, die in uns brennt, für die Menschen, die wir begleiten, nicht ausgeht. Dass wir weiterhin Anlaufpunkt für alle sind, die unsere Unterstützung gebrauchen. Die Sterbebegleitung wird immer unsere wichtigste Aufgabe bleiben. Der Hospizkreis wird in den Gemeinden Ganderkesee und Hude wahrgenommen und gehört ins Gemeindeleben hinein. Wenn wir dies weiter stärken, werden sich die nächsten Aufgaben und Herausforderungen von selbst finden.
Zum Geburtstag darf man sich ja etwas wünschen: Was wünschen Sie dem Hospizkreis?
Peikert-BaramskyIch möchte dafür werben, dass die Menschen in unseren Gemeinden vom Wirken des Hospizkreises erzählen – ihres Vereins. Und wenn Sie noch nicht Mitglied in unserem Verein sind, werden Sie es. Werden Sie es heute! Damit wir eine starke Gemeinschaft werden. Es setzt ein Signal der Verbundenheit, des Verständnisses. Mit einem Jahresbeitrag von 30€ Euro – monatlich 2,50 Euro. Wir haben jetzt 173 Mitglieder, vor einer Woche waren es noch 169. Mein Traumziel bis zum Jahresende wären 200. Dies wäre eine wunderbare Anerkennung unseres Tuns!
