Nordenham - Von ihrem Lied wurden mehr als zwei Millionen Platten verkauft. Im Zweiten Weltkrieg wurde „Lili Marleen“ über den Soldatensender Belgrad europaweit verbreitet und auf beiden Seiten der Front gehört, später jedoch von den Nazis wegen des „morbiden und depressiven“ Textes und seiner „wehrkraftzersetzenden Wirkung“ vorübergehend verboten. Tatsächlich hat das Lied nicht selten die Waffen vorübergehend zum Schweigen gebracht und so unzähligen Soldaten das Leben gerettet.
Die Geschichte von Lili Marleen alias Lale Andersen hat das Ensemble der Hamburger Kammerspiele mit großem Erfolg auf die Bühne gebracht. Nun ist das Stück „An allen Fronten“ auch in Nordenham zu sehen: am kommenden Sonntag, 23. November, in der Stadthalle Friedeburg. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Lale Andersen ist in Bremerhaven geboren und aufgewachsen. Sie heiratete im Alter von 17 Jahren den Maler Paul Ernst Wilke und brachte drei Kinder zur Welt. Sie verließ im Jahr 1929, sechs Wochen nach der Geburt des dritten Kindes, ihre Familie, weil sie sich selbst verwirklichen wollte. Weil sie spielen, singen, weil sie ans Theater wollte. Als Lili Marleen wurde sie international verehrt und umjubelt. Ihre große Liebe jedoch war der Schweizer Komponist und spätere Hamburger und Pariser Opernintendant Rolf Liebermann. In ihrer Biografie „Der Himmel hat viele Farben“ erzählt sie ihre ganz persönliche Geschichte.
Gilla Cremer und Gerd Bellmann – als eingespieltes Team der umjubelten Produktion „So oder so – Hildegard Knef“ – packen den aufregenden Stoff mit großer Spiellust an und bringen ihn, gespickt mit vielen Liedern, auf die Bühne.
Die NWZ ruft anlässlich des Stücks wieder zur Teilnahme am Theater-Quiz auf. Wer die Frage auf dem Coupon richtig beantwortet, hat die Chance, eine von drei Eintrittskarten zu gewinnen. Wer sich nicht auf sein Glück verlassen möchte, bekommt Tickets im Vorverkauf in der NMT-Geschäftsstelle am Marktplatz.
