Hude - Laute Trommeln und selbstgebastelte Instrumente sorgen am Sonnabend, 4. Juli, für afrikanische Klänge in der Klosterruine an der Von-Witzleben-Allee 1 in Hude. Denn eine kleine Gruppe von Eritreern gehört ebenfalls zum Programm des Benefizkonzertes „Musik hilft“, das am Sonnabend, 4. Juli, im Rahmen des Klostersommers stattfindet. Einen Tag zuvor, am Freitag, 3. Juli, wird zudem ab 20 Uhr die Bremer Shakespeare Company mit „Der Sturm“ von William Shakespeare unter freiem Himmel in den Kulissen der historischen Klosterruine in Hude zu sehen sein.
Veranstaltet wird der 17. Klostersommer wieder vom Kulturverein Impuls. Finanziell unterstützen die zwei Abende neben der Gemeinde die Volksbank Ganderkesee/Hude und die Volks- und Raiffeisenbanken Weser Ems.
Mit der Idee zum Benefizkonzert kam der Lions Club Oldenburger Geest auf die Veranstalter zu. So seien einige Eritreer vergangenen Herbst nach Hude gekommen. „Wir wollten einfach den Flüchtlingen helfen“, sagt Jörg Lencer, Präsident des Lions Clubs Oldenburger Geest. Unter dem Motto „Musik hilft“ wollen sie nun mit dem Benefizkonzert ganz individuell Flüchtlingsfamilien und bedürftigen Familien im gesamten Landkreis unter die Arme greifen. Mithilfe von Einrichtungen wie Kirchen, Schulen werde dann je nach Einzelfall geholfen und beispielsweise ein fehlender Ranzen finanziert.
„Solche sozialen Projekte liegen uns sehr am Herzen“, sagt Carola Thurow, Vorsitzende des Kulturvereins Impuls. Auch die Huder Musikszene könne sich mit dem Konzert vor großem Publikum präsentieren.
So wird zwischen 19 und voraussichtlich 22 Uhr die Schulband der Förderschule an der Vielstedter Straße ebenso vertreten sein wie der Chor Tonart/Seniorenchor Martin von Maydell, der Bläserkreis Hude, das Chörchen Hude, der Shantychor Hude, die Huder Sabine Hermann, Arndt Baeck und die Rockband Stone(d)washed.
„Die Künstler verzichten vollständig auf ihre Gage. Auch der Verein verzichtet auf die Einnahmen“, sagt Thurow, die sich über diese große Resonanz freut. Damit kommen die Eintrittsgelder direkt den Bedürftigen zugute.
Bei schlechtem Wetter wird die Open-Air-Veranstaltung in die Halle am Huder Bach verlegt. „Die Entscheidung treffen wir jeweils 24 Stunden vorher“, sagt Thurow.
„Wir hoffen wieder auf 300 bis 400 Personen pro Abend“, sagt die Vorsitzende. Dann wird das „Wohnzimmer“ von Hude – die Klosterruine – wieder Schauplatz von Musik und Theater sein.
