Westerloy - „Herrlich, wie die Schauspieler ihre Rollen lieben. Das kommt so hervorragend rüber, man kann es kaum besser machen.“ Viel Lob erhielt das Westerloyer Theaterensemble von Autor Helmut Schmidt, der den plattdeutschen Dreiakter „Vundaag sünd wi maal vun’n anner Ufer“ geschrieben hat. Auch von dem Bühnenbild war der Autor sehr begeistert.

Nicht nur Schmidt, der die Vorlage für die neue Westerloyer Inszenierung lieferte, überschlug sich mit Lob: Ebenso begeistert war das Premierenpublikum. Das Ensemble bot auf ganzer Linie eine Bravourleistung. Hier spielte eine starke Theatergruppe aus fünf erfahrenen Akteuren und drei Neulingen, die ihre Rollen mit gekonnter Mimik, viel Wortwitz und Ideenreichtum auf der Bühne im voll besetzten Mühlenhof lebten. Die Zuschauer kamen kaum aus dem Lachen heraus und spendeten immer wieder viel Szenenbeifall.

Zum Inhalt: „Bertram Klapproth (Bastian Warntjen) hett dat Glück nich jüst pacht”: Eine Pechsträhne jagt die nächste. Anneliese Klapproth (Stefanie Schröder) hat ihn verlassen und auch Tochter Amelie (Svenja Brötzmann) wendet sich von ihm ab. Dazu kommen finanzielle Nöte und von Arbeitskollegen erfährt Bertram von seiner bevorstehenden Kündigung. Er ist am Ende. Martin Homeier, Kantinen-Angestellter, (Andre zur Brügge) hat einen Plan, die Kündigung zu umgehen. Bertram braucht eine neue Identität. Ab diesem Moment geht das ganze Theater erst richtig los: „Wat dor an’n Enn bi rut kummt, dat süht man up de Bühne……“

Für Trubel sorgen die Arbeitskolleginnen Pauline Petersen (Sabine Rickels) und Beatrice Danneboom (Bianca Ehlers), Firmenchef Theodor Jürgens (Harald Wempen) und sein Stellvertreter Stefan Schöneberger (Chris Antons). Ob Bertrams Pechsträhne endet, wird hier nicht verraten. Nur soviel: Turbulenzen, Liebeleien und amüsante Verwicklungen werden die Lachmuskeln der Zuschauer arg strapazieren.