Bad Zwischenahn - Erstklassiges Jazz- Entertainment erlebte ein begeistertes Publikum bei einem sehr gut besuchten Jazzkonzert in der Zwischenahner Wandelhalle. Hier präsentierten „Olaf King Allstars“ auf Einladung der Zwischenahner Kunstfreunde ein schwungvolles Showprogramm.
Unter dem Motto „Jazz meets Pop“ bot die Oldenburger Showband einen unterhaltsamen Abend nicht nur für Jazzfreunde. Das Repertoire der sieben Musiker ist äußerst vielseitig.“ Zu hören war nicht nur der übliche Dixieland, sondern ein breites musikalisches Spektrum über den „Tellerrand des Jazz hinaus“ von klassischem Oldtime-Jazz über Swing bis zu Rock`n Roll, Bossa Nova, Funk und Titel aus der Popmusik.
Doch die Allstars covern nicht einfach ab, sondern arrangieren die Songs für den eigenen, unverwechselbaren jazzigen Sound neu.
„Uns ist wichtig, nicht nur Dixieland-Fans zu erreichen, sondern wir spielen auch Pop- Songs im jazzigen Outfit. Wir wollen, das jeder Titel anders klingt als der vorige“, sagte Bandleader Dr. Olaf Gebauer. Und fügte hinzu: „Wir wollen Leute für Jazz begeistern, die vorher noch gar nicht wussten, das sie Jazz mögen“.
Und dieses Ansinnen schien an diesem Abend von Erfolg gekrönt zu sein. Schon zu Beginn des Konzerts kam die deutsche Version eines Sinatra- Songs, bekannt durch den Sänger Stefan Gwildis gut an; man glaubte, Frank Sinatra auf der Bühne zu hören, so verblüffend ließ Bandleader Olaf King den bekannten Entertainer sängerisch wieder aufleben. Dabei wurde er im klassischen Dixieland-Stil gekonnt begleitet von seiner Band. Und schon beim dritten Titel, „Gigolo“ ging das Publikum mit, angesteckt vom rhythmischen Allstar-Sound und Spielfreude der sieben Musiker.
Besonders gefiel der Song von Tom Jones „It´s not unusual“, gespielt im rasanten Tempo und temperamentvoll jazzig und popig rübergebracht von Olaf King. Viel Beifall gab es auch für das Saxophon- Solo von Mulpi Fehlhaber aus „Mack the Knife“. Ebenso begeisterte Sebastian Stanko in den „White cliffs of Dover“ mit einem brillanten Solo auf der Posaune.
Immer wieder gab es während des Konzerts spontanen Applaus für Solobeiträge. So rief Sänger und Bassist Bernd Müller mit dem Evergreen „Buona Sera“ Erinnerungen an den amerikanischen Sänger Dean Martin wach. Aber auch alle anderen Bandmitglieder rissen die Zuhörer mit wie im fetzigen Soundtrack „Peter Gun“ aus dem Film „Blues- Brothers“, bei dem die Post abging. Auch der bekannte Rock´n Roll-Klassiker von Fats Domino „Blueberry Hill“ war zu hören, allerdings in jazziger Version. Beatles-Songs wie „Lady Madonna“ oder „Blue Suede Shoes“ von Elvis standen ebenfalls auf dem Programm. Und natürlich durften Songs von Old „Satchmo“ Louis Armstrong nicht fehlen. Als Überraschungsgast trat nach der Pause die blinde Sängerin Corinna May aus Bremen auf, die ebenfalls begeisterte. Das Publikum spendete viel Beifall und entließ die „Olaf King Allstars“ nicht ohne Zugaben.
Wie berichtet, fand das Konzert als Entschädigung für das geplante 13. Jazzfestival statt, das der Verein der Kunstfreunde mangels Beteiligung der örtlichen Gastronomen dieses Jahr absagen musste. Die Vorsitzende der Kunstfreunde, Heidrun Wiesenmüller, bedauerte das, stelle aber in Aussicht, dass es 2014 wieder mindestens drei Tage Jazz im Kuort gebe.
