Neuenbrok - Die Klecksklause von Edith Koschnick in Moorriem ist längst nicht mehr nur ein Geheimtipp für feine, kleine Konzerte. Immer mehr Musikbegeisterte kommen zu den musikalischen Frühschoppen und anderen Events. So auch am Pfingstmontag. Mehr als 60 Besucher ließen sich bei wenig frühlingshaftem Wetter, zumindest innerlich, durch die Musik einheizen.
Auf ehemaligen Kirchenbänken nahmen die Besucher in der Diele Platz. Angesichts der Temperaturen hatte Edith Koschnick mit Kissen und Wolldecken vorgesorgt.
Bei dem Jazz-Blues-Swing-Folk-Frühschoppen waren in der urigen Diele des alten Bauernhauses das Acoustic Jazz and Folk Quintet „Plums ’n’ Dogs“ zu Gast. Die fünf Musiker Arne Pertiet (Mandoline und Gesang), Oliver Walker (Violine und Saxofon), Georg Biermann (Gitarre), Wenzel Norzel (Bass) und Tobias Walker (Schlagzeug und Perkussion) zeigten schon im ersten Set, wohin die musikalische Reise gehen sollte.
Die Band, die sich vor 13 Jahren gegründet hatte, lässt sich nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen, sondern gestaltet ihre Konzerte und Songs mit Elementen aus vielen Bereichen. In Neuenbrok starteten sie mit dem schwungvollen „Stomping Ground“ von Bela Fleck, bei dem auch schon das Banjo zum Einsatz kam. Weiter ging es mit einem Swing-Stück, „Blue Midnight“ von David Grisman aus Amerika, bei dem das Geigenspiel im Vordergrund stand.
Eine weitere musikalische Station machte die Band in Lateinamerika und präsentierte den Song „Mugavero“ von John Carlini. Dass die fünf Musiker auch etwas Bedächtigeres aus ihren Instrumenten herausholen können, zeigten sie mit „Nature Boy“ von Eden Ahbez. Das erste Set beendeten die Musiker mit dem „Life’s Song“ von Robben Ford.
Zwei weitere Sets aus den Bereichen Jazz und Folk führten das Publikum musikalisch um die Welt. Die Zuschauer dankten es zwischendurch stets mit viel Applaus. Auch bei den zahlreichen Soloeinlagen der Musiker sparten die Zuschauer nicht mit Applaus. Zwischendurch konnten sich die Gäste mit Erbsensuppe stärken.
