Hude - Ein Mann betritt die Bühne mit einem Strauß Rosen in der Hand. Er fängt an zu reden. Dieser Mann heißt Sad. Er ist ein arabischer Flüchtling. Er ist illegal in Deutschland. An den Abenden verkauft er Rosen, um sich zu finanzieren. So sehr ist der Hass der Inländer in ihm Fleisch geworden, dass er ihn gegen sich selbst kehrt.
Der Monolog „Dreck“ von Robert Schneider („Schlafes Bruder“) ist ebenso wenig sentimental wie seine Figur traurig ist. Den Zuschauer erwartet kein Betroffenheitskitsch, das Stück lebt vielmehr von ironischen Zwischentönen, vom Gefühl und – trotz oder gerade wegen des ernsten Themas – vom Humor.
Der Berliner Fernseh- und Theaterschauspieler Mathias Kopetzki, der in Hude aufgewachsen ist, spielt dieses Stück aus der Überzeugung heraus, eine Menge der Ängste, aber auch der ambivalenten Gefühle transportieren zu können.
Mathias Kopetzki wurde 1973 in Osnabrück geboren. Nach Abitur in Oldenburg und Zivildienst in Bremen absolvierte er von 1994 bis 98 ein Schauspielstudium am Salzburger Mozarteum.
Es folgten Festengagements am Berliner Ensemble, am Schauspiel Köln, am Schauspielhaus Graz und am Volkstheater Rostock. Seit 2006 ist er als Schauspieler und Autor freischaffend tätig.
Kopetzki wird „Dreck“ von Robert Schneider am Sonntag, 28. Februar, ab 19 Uhr im Forum der Peter-Ustinov-Schule spielen.
Die Bürgerstiftung Hude organisiert diesen Abend als Benefizveranstaltung (NWZ berichtete). Der Eintritt beträgt 15 Euro.
Karten gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung „Lesen & Mehr“ an der Parkstraße in Hude.
