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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Monarchen-Schätze in der Demokratie

19.12.2007

STUTTGART Im Kulturgüterstreit in Baden-Württemberg will die Landesregierung nach einem Jahr Pause wieder Verhandlungen mit dem Haus Baden aufnehmen. Allerdings liegen die Positionen weit auseinander.

Nach einem am Dienstag in Stuttgart veröffentlichten Gutachten einer Expertenkommission gehören die meisten Schätze, die einst die Großherzöge von Baden zusammengetragen haben, dem Land. Das Haus Baden beansprucht dagegen weite Teile für sich. Es zeigte sich zwar „dialogbereit“, einen Rechtsstreit vor Gericht schließen aber beide Seiten nicht aus.

Die von der Landesregierung beauftragte Kommission kam nach mehr als einem Jahr Forschungsarbeit zu dem Schluss, dass der größte Teil der badischen Sammlungen Staatseigentum ist. Nach Auffassung des sechsköpfigen Expertenteams, darunter der Verfassungsrechtler Ernst Gottfried Mahrenholz, gingen die Kulturgüter mit dem Ende der Monarchie auf die Republik über. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) betonte, das Gutachten werde Grundlage für das weitere Handeln der Regierung sein.

Der rund 380 Seiten starke Bericht der Kommission widerspricht einer Expertise des Hauses Baden. Die Adelsfamilie hatte jüngst ein eigenes Gutachten vorgelegt, das die Schätze weitgehend als Familienbesitz einstuft. Daran hielt die Adelsfamilie auch am Dienstag fest. Für das Haus Baden bestehe kein Anlass, „die eigene Rechtsposition zu korrigieren“.

Die Kulturgüter sollen einen Gesamtwert von rund 300 Millionen Euro haben. Dem Gutachten der Expertenkommission zufolge stehen dem Haus Baden davon nur vereinzelte Bestände zu, darunter einige kleinere Gemäldesammlungen. Der Wert dieser Güter wird auf fünf bis sechs Millionen Euro geschätzt. Das Land will sie nun dem Haus Baden abkaufen, um sie dauerhaft zu sichern. Auch über die Zukunft von Schloss Salem will die Regierung mit der Adelsfamilie wieder konkret verhandeln.

Das Haus Baden wollte ursprünglich die Kunstschätze an das Land abtreten. Im Gegenzug sollte das Land zur Rettung von Schloss Salem rund 30 Millionen Euro Schulden abgelten. Die Verhandlungen wurden aber auf Eis gelegt, als Zweifel an den Besitzverhältnissen aufkamen. Das Haus Baden droht nun mit einer Veräußerung der Schlossanlage.

Infos unter: www.salem.de

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