MOORSEE - MOORSEE/WW - Ein süßlicher Geruch nach leckerem Honig machte sich rund um die Moorseer Mühle breit, und überall standen Requisiten der Imkerei. Viele Menschen nutzten bei allerbestem Wetter den Schautag des Imkervereins Butjadingen und informierten sich bei den zehn teilnehmenden Imkern des Vereins über Honiggewinnung und die Herstellung weiterer Honigartikel.

Besonders interessierte die Besucher, wie eine gefüllte Honigwabe entdeckelt, dann ausgeschleudert und schließlich gesiebt wird. Angelika Umbsen, die als Fachwartin im Verein gerne diese Aufgaben präsentiert, wurde dabei von Hans-Georg Timmermann unterstützt. Die Besucher bekamen einen faszinierenden Einblick in die Honiggewinnung. Und viele von ihnen beschlossen spontan, jetzt ein Glas Honig zu kaufen.

Unterdessen zeigten der 1. Vorsitzende des Vereins, Henning Wessels, und Herbert Giede, wie in der frühen Steinzeit Honig gewonnen wurde. Bereits in der Jungsteinzeit wurde den fliegenden Nektarsammlern der Honig abgenommen. In einer so genannten Klotzbeute, einem ausgehöhlten Baumstamm, legten die Bienen ihren Honig ab. Die Menschen dieser Epoche brauchten nur diese Baumstämme zu finden und zu leeren. Schnell bemerkten die Steinzeitmenschen, wie dieses Prinzip funktioniert und höhlten selbst Baumstämme aus. Sie erfanden damit die eigentliche kontrollierte Imkerei. Dieses Verfahren wurde bis ins Mittelalter angewendet, bevor die ersten Strohkörbe, die so genannten Stülper, erfunden wurden.

Später gab es die ersten vorgefertigten Rahmen und transportable Kastenbienenkörbe.

Anfang des 19. Jahrhunderts schlug die Geburtsstunde der Wanderimkerei. Der Vorsitzende nahm einige Besucher mit an einen Bienenstock und öffnete ihn, nicht ohne sich mit einer Rauchpfeife zu schützen. Wessels zeigte den Besuchern, wie die Bienen auf den Rauch reagieren.Bis zu 30 000 Bienen können in nur einem Bienenkasten leben, sagte Wessels.

Der Imker Johann Görries aus Blexen erklärte den Besuchern im Museum der Mühle alles Weitere über Honig und Honigartikel.

Carsten und Gesa Läßig zeigten in der Mühle, wie vielfältig das Naturprodukt bei der Herstellung von Kerzen sein kann. Einige der Besucher versuchten sich selbst im Drehen von Kerzen.