MOSKAU/BREMEN - Im Streit um die „Beutekunst“ ist Moskau weiter bereit zu Verhandlungen über die Baldin-Sammlung aus Bremen. Die Ausfuhr der Bilder durch den sowjetischen Offizier Viktor Baldin Ende des Zweiten Weltkriegs werfe eine Reihe von Fragen auf, sagte der russische Kulturminister Alexander Sokolow am Mittwoch nach Angaben der Agentur Interfax. „Leider hat Baldin alles unrechtmäßig ausgeführt und drei Jahre unter seinem Bett aufbewahrt“, sagte er. Damit habe Deutschland einen Ansatzpunkt für Forderungen. Die 362 Meisterzeichnungen aus der
Kunsthalle Bremen, darunter Werke von Rembrandt, Dürer und Rubens, werden im Moskauer Puschkin-Museum aufbewahrt. Den Angaben zufolge wollen Berlin und Moskau im Februar weiterverhandeln.
