Gehlenberg - Auf den Spuren des frühen Müllerhandwerks haben sich am Mittwoch rund 30 Mitglieder des „Dei Plattdütsche Kring“ im Heimatbund für das Oldenburger Münsterland im Zuge ihres jährlichen Familientages begeben. Auf dem Mühlenberg in Gehlenberg begrüßte Wilhelm Olliges, Vorsitzender des Heimatvereins Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup, die Gäste und lud sie zu einer Kaffeetafel mit anschließender Führung auf Plattdeutsch ein.

„Wir freuen uns, heute hier zu sein“, sagte Alfred Kuhlmann, Vorsitzender des Krings. Durch einen Bericht in der NWZ  zum diesjährigen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ seien sie auf das Kulturzentrum Mühlenberg aufmerksam geworden, erzählte Kuhlmann. Wie berichtet, hatte Gehlenberg die Qualifikation für den Landesentscheid verpasst. 2014 belegte die Ortschaft den zweiten Platz im 19. Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Vier Mal im Jahr lade der knapp 90 Mitglieder zählende Kring zu Veranstaltungen ein, erzählte Kuhlmann. Hierbei sei der Familientag seit Jahren ein fester Bestandteil. Der plattdeutsche Kring setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, das Plattdeutsche als gesprochene und geschriebene Sprache in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg zu fördern und zu erhalten. Anlässlich des „Europäischen Tages der Sprachen“ am 26. September hat der Kring eine Ideen-Broschüre für Kindergärten und Schulen zusammengestellt und im Oldenburger Münsterland verteilt.

Mittels Liedern, Geschichten und Begriffen wollen sie die Kinder zum spielerischen Erlernen der plattdeutschen Sprache motivieren. Gemeinsam zusammengestellt haben das Heft die Plattdeutschvertreter Hildegard Tölke, Kerstin Ummen und Andrea Cordes. Letztere ist Beraterin für die Region und Ihre Sprachen bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde.