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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Aus dem Niederbayerischen in die Welt

24.01.2019

München Er ist ein international bekannter „Bayer mit Leib und Seele“. Seit mehr als 50 Jahren ist der Regisseur Joseph Vilsmaier im Filmgeschäft und hat viele erfolgreiche Filme in die Kinos gebracht – und dabei sowohl seine Heimat als auch historische Inhalte auf der Leinwand präsentiert. Am 24. Januar wird der „Sepp“, wie er in der Filmbranche genannt wird, 80 Jahre alt. Er gilt als einer der bekanntesten bayerischen Filmemacher.

Historische Motive inszenierte er in Filmen wie „Stalingrad“, „Comedian Harmonists“ oder „Die Gustloff“. Mit „Nanga Parbat“ zeigte er die Himalaya-Expedition der Bergsteiger-Brüder Reinhold und Günther Messner, die mit dem dramatischen Tod Günthers endete.

Seine Heimatliebe bewies er beispielsweise mit dem Dokumentarfilm „Bavaria – Traumreise durch Bayern“ oder „Bayern – Sagenhaft“. „Du brauchst nicht nach Spanien, in die Türkei oder nach Italien, das ist alles viel schöner in Bayern“, sagte er mal.

Vilsmaier lernte das Filmhandwerk von der Pike auf, erst mit fast 50 Jahren versuchte er sich als Regisseur. Nach seiner Kindheit und Jugend in Niederbayern und München studierte er neun Jahre lang Musik, Schwerpunkt Klavier. Er arbeitete als Techniker und spielte in einer Jazzband. Mit Anfang 20 kam er 1961 zum Film, erst als Materialassistent, später als Kameramann. 1988 dann inszenierte er mit „Herbstmilch“ einen eindrucksvollen Kinofilm über das harte Leben der niederbayerischen Bäuerin Anna Wimschneider. Einer seiner größten Erfolge, auch international, wurde die Literaturverfilmung „Schlafes Bruder“, die 1995 sogar ins Rennen um den Oscar ging.

Seit seinem Einstieg in die Filmbranche werde es immer schwieriger, einen Film zu finanzieren, meint der Regisseur kurz vor seinem 80. Geburtstag. „Aber offen gesagt, leicht war es nie – nur hatte ich auch wahnsinniges Glück, wofür ich sehr dankbar bin“, so Vilsmaier. Aufgeben dürfe man nie – weder damals, noch heute – appelliert er. „Das kostet Energie, bringt aber auch unheimliche Freude, wenn man es schafft.“

Wie sehr Freud und Leid beieinanderliegen, musste Vilsmaier vor zehn Jahren erfahren. Wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag starb seine Frau Dana Vavrova.

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