MüNCHEN - Aus Verärgerung über die Nichtberücksichtigung seines Kassenhits „Keinohrhasen“ bei der Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis möchte Til Schweiger der veranstaltenden Filmakademie nicht mehr angehören.
„Hiermit erkläre ich feierlich meinen Austritt!“, sagte der 44-jährige Star am Wochenende. Es seien vor allem Werke nominiert, die „keine Sau kennt“. „Keinohrhasen“ zu übergehen, mit über drei Millionen Zuschauern der größte Erfolg der Saison, sei „skandalös“, sagte der Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller des Spielfilms.
Streitpunkt seien die Antipiraterie-Maßnahmen gewesen, so Schweiger. Die Akademie habe Ansichts-DVDs mit Wasserzeichen und Kinofreikarten für die Juroren nicht akzeptiert. Dem widerspricht aber Akademie-Chef Stefan Arndt. Man habe bei Filmen, die noch im Kino laufen, bisher stets Sichtungswege gefunden: „Hier sind einfach die Melderegularien für dieses Jahr nicht eingehalten worden“, wiegelte er die Kritik ab.
Die Deutsche Filmakademie ist 2003 gegründet worden. Sie hat über 950 Mitglieder aus allen künstlerischen Sparten des Films. Die deutschen Filmpreise, verbunden mit der Übergabe von sogenannten Lola-Statuetten, werden am 25. April in Berlin überreicht. Durch die Gala führt Barbara Schöneberger.
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