MüNCHEN - Bei der bereits seit vielen Wochen ausverkauften Abschlussveranstaltung des „BMW Welt Jazz Award 2010“ traten die beiden Finalisten Maria De Fatima und das Duo Youn Sun Nah und Gitarrist Ulf Wakenius jetzt in München gegeneinander an. Der Sieger wurde dabei gefunden: Maria de Fatima (53), seit Jahrzehnten in Oldenburg lebende Musikerin.
Maria de Fatima ist gebürtige Portugiesin, studierte von 1987 bis 1992 Jazzgesang am Konservatorium Hilversum. Seitdem ist sie als Sängerin tätig. Die Arbeit mit Jazzformationen, u.a. mit Trio de Fatima, Songlines, Joachim Raffel Quintett und Heiner Kleinjohann Trio, ist auf CD-Produktionen dokumentiert.
Derzeit ist sie neben der Arbeit als Gesangslehrerin an der Musikschule Oldenburg Dozentin für Jazzgesang an der Hochschule für Künste Bremen sowie Chorleiterin an der Universität Oldenburg.
„Voices in Jazz“ war das diesjährige Motto, unter dem sechs Ensembles in München in der „BMW Welt“ ihre musikalischen Kompositionen zum Besten gaben. Beate Sampson, Redakteurin von BR-Klassik, moderierte. Unter den anwesenden Gästen war unter anderen der Oberbürgermeister der Stadt München, Christian Ude.
Die Jury des Jazz Award 2010 bestand aus Oliver Hochkeppel (Musik- und Kulturjournalist), Andreas Kolb (Chefredakteur „JazzZeitung“ und „neue musik zeitung“), Fee Schlennstedt (Artistic Director Schloss Elmau), Jason Seizer (Jazzmusiker) sowie Roland Spiegel (Musikredakteur). Juryvorsitzender Hochkeppel begründete die Entscheidung für Maria de Fatima: „Fado und die südamerikanische Musiktradition finden bei ihr eine eigene Sprache, leidenschaftlich und mit großer Intensität. Befeuert nicht zuletzt von einer großartigen Band.“
Der erste Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Das zweitplatzierte Ensemble Youn Sun Nah und Ulf Wakenius erhielt 5000 Euro.
