Ganderkesee - Die Rolle des Frontmanns ist noch neu für Christian Höpfner alias Hopman. Eigentlich ist der 38-jährige Diplom-Musiklehrer professioneller Schlagzeuger. Gespielt hat er unter anderem in Musical-Produktionen und beim Hafenkonzert. Aber jetzt steht Höpfner vorn auf der Bühne – ganz allein.
Vor einiger Zeit hat der gebürtige Schleswig-Hosteiner, der mit Frau und Kind in Ganderkesee lebt, sein erstes Album veröffentlicht. „Epitome“ heißt die CD, die zwölf Titel umfasst und beim Bremer Label „Starfish Music“ verlegt wurde. Musikalisch fühle er sich in den 60er- und 70er-Jahren zu Hause, sagt Höpfner. „Man hört die Beatles und die Beachboys raus“, beschreibt er seine Musik.
Doch etwas Entscheidendes ist anders: Höpfner ist seine eigene Band. Er hat alle Instrumente allein eingespielt – fast alle. „Es gibt keine Blas- und Streichinstrumente auf dem Album“, erklärt er. Alles andere hat er auf verschiedenen Tonspuren selbst eingespielt. Bei Live-Auftritten arbeitet Höpfner mit Playbacks – quasi um sich selbst zu begleiten.
Mit einem Mangel an Musikerkollegen hat das nichts zu tun. „Ich wollte niemanden dabei haben, sondern meine eigene Visitenkarte erstellen“, erklärt Höpfner seine ungewöhnliche Arbeitsweise.
Live zu hören ist Hopman das nächste Mal am Sonnabend, 17. Mai. Dann gastiert er ab 20 Uhr im Bürgerhaus Bremen-Hemelingen, Godehardstraße 4. „Live unplugged“ hat er das Konzert überschrieben. Der Eintritt ist frei.
Auf die Frage nach seinem Fernziel als Musiker antwortet Christian Höpfner mit einem Schmunzeln: „Reich und berühmt werden.“ Und ernster fügt er hinzu: „Ich würde gerne noch mehr Konzerte machen und meine Rolle als Frontmann weiterentwickeln.“
