Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Kultur Museum feiert Neugestaltung

Hans Passmann

Elisabethfehn - Konzeptionell neu aufgestellt und saniert präsentiert sich das Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn in diesem Jahr. Rund eine Millionen Euro kosteten der 2013 realisierte Um- und Neubau, die Konservierungsarbeiten und die Neugestaltung der Dauerausstellung – eine Summe, die dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren, aufgebracht werden konnte.

Mehr als gelohnt

Die Investition hat sich mehr als gelohnt. Mit der Zertifizierung durch den Museumsverband für Niedersachsen und Bremen kam zum Jahreswechsel das Gütesiegel des Landes. Nach soviel Arbeit, soll nun auch gefeiert werden. So gibt es die offizielle Einweihungs der Neugestaltung des Moor- und Fehnmuseums am Freitag 16. Mai, um 15 Uhr. Die Begrüßung nimmt der Vorsitzende der Stiftung des Museums, Jürgen Günther, vor. Grußworte sprechen Landrat Hans Eveslage und Prof. Dr. Uwe Meiners, Leitender Direktor des Museumsdorfes Cloppenburg, mit dem das Elisabethfehner Museum eine Kooperation hat.

Den Festvortrag hält der Präsident der Oldenburgischen Landschaft, Thomas Kossendey. Das Schlusswort hat Museumsleiterin Antje Hoffmann. Musikalisch umrahmt wird die Feierstunde von der Bläserklasse 9a des Laurentius-Siemer-Gymnasium Ramsloh und der Volkstanzgruppe Saterland.

„Das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn hat sich seit seiner Gründung 1984 zu einer längst auch überregional wahrgenommenen Kultureinrichtung im Oldenburger Land entwickelt“, sagt Museumsleiterin Antje Hoffmann. Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Kanalwärterhaus an dem einzigen noch durchgehend schiffbaren Fehnkanal Deutschlands und damit im Zentrum der Fehnkultur, der das Museum seine Arbeit widmet. „Der Elisabethfehnkanal und sein Seitenkanal, der Bollinger Kanal, bilden mit ihren regionaltypischen Klappbrücken und einer Schleuse ein einmaliges Ensemble, mit dem das Museum und sein großes Freigelände direkt verbunden sind“, so Antje Hoffmann.

Das Handeln der Menschen im Moor in der Vergangenheit und bis zur heutigen Wahrnehmung sind die leitenden Aspekte, nach denen die neue Ausstellung erarbeitet worden ist. Entdecken und Untersuchen ist ein Grundprinzip der Ausstellung. Zunächst geht es um die Frage nach dem Leben im Moor: Wie alt ist das Ostermoor eigentlich? Wie wächst ein Moor überhaupt – und welche Tiere oder Pflanzen kommen mit solchen Bedingungen zurecht?

Entdecken und

Zweites Thema ist Leben trotz Moor: Schaurig sollen es Vorfahren hier gefunden haben. Aber ob es hier wirklich spukt? Die Ergebnisse der Moorarchäologie klären auf. Das dritte Museumsthema heißt: Leben vom Moor. Landmangel war das große Problem der Vorfahren im 18. und 19. Jahrhundert. Auswandern hieß es für viele – oder eben Kolonisierung der Moore. Torf musste zunächst von Hand gestochen werden. Der vierte Themenkomplex ist das Leben mit dem Moor.

Das große Freigelände des Museums lockt mit einem Hochmoor und einem Niedermoor mit ihren typischen Pflanzen. Auf dem Außengelände entdecken die Besucher eine einzigartige Sammlung an Geräten der industriellen Torfgewinnung.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Interview
Gilt als Kämpferin für Behindertenrechte: die Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen (Grüne) vor dem Werbeplakat „Ein Fest für Europa“ am Kröpke in Hannover

EUROPA-ABGEORDNETE KATRIN LANGENSIEPEN (GRÜNE) Sie kämpft in der EU für die Rechte der Menschen mit Behinderung

Stefan Idel Büro Hannover
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

BALLSPORT IN OSTFRIESLAND Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden