Bösel - „Ich möchte die Geschichte und das Leben von früher gerne weitergeben“, sagt Benjamin Dirks aus Bösel. Der 28-Jährige ist neuer Museumswart des Heimatvereins Bösel und damit Nachfolger von Gerd Bley, der über drei Jahrzehnte das Museum geleitet hat und in der vergangenen Woche verabschiedet wurde (die NWZ berichtete). Benjamin Dirks hat eigentlich zwei abgeschlossene Berufsausbildungen: Er hat Bürokaufmann und Tierwirt gelernt.
Lieblingsfach Geschichte
Geschichte hat Benjamin Dirks schon immer interessiert. „Es war in der Schule mein Lieblingsfach“, sagt er. Mit dem Museum am Pallert ist er vor einigen Jahren über die 72-Stunden-Aktion mit der Landjugend zusammengekommen, deren erster Vorsitzender er war. Hier waren die jungen Leute aktiv und haben bei der Restaurierung und Instandhaltung geholfen. „Das hat mir gut gefallen und Spaß gemacht“, sagt Dirks.
Selbstständig organisiert
Als Gerd Bley ihn vor einiger Zeit fragte, ob er Lust habe, mitzuhelfen, hat er sofort zugesagt. Seit eineinhalb Jahren ist er nun dabei. Zusammen mit Gerd Bley hat er im Frühjahr einen Tag der offenen Tür organisiert. Im Dezember hatte er den Weihnachtsmarkt für das Museum alleine organisiert. Auf der erweiterten Vorstandssitzung des Heimatvereins hat der Vorstand ihn nun zum Museumswart ernannt.
Für die kommende Zeit hat sich der Böseler einige Ziele gesetzt. Dazu gehört auch eine Bestandsaufnahme und die Aufteilung der Ausstellungsstücke nach Themenbereichen. Auch eine Beschriftung aller Gerätschaften und Gegenstände sind für ihn von großer Bedeutung. Gerne möchte er alles etwas „lebendiger“ durch Vorführungen gestalten.
Kein Unbekannter
Benjamin Dirks ist in Bösel kein Unbekannter. Er ist Schriftführer beim Heimatvereinsbezirk Nord, aktiv beim Tschernobyl-Arbeitskreis und Mitglied im Pfarreirat von St. Cäcilia.
Vor Kurzem wurde er in den Rat der Gemeinde Bösel gewählt. In seiner Freizeit wandert Benjamin Dirks gerne. Er liebt die Natur, fährt gerne Rad und ist zudem auch Jäger.
