Wenn Timo Südhoff an große Musikfestivals denkt, sieht er sich selbst immer noch als Fan beim Zelten auf matschigem Untergrund. Umso spannender wird dieser Sommer für den 23-Jährigen, denn dann steht er mit seiner Band Regicide beim Wacken Open Air auf der Bühne. „Das wird dann wohl schon eine andere Perspektive sein“, freut sich der Sänger auf großes Publikum.

Seinen Traum vom Musikerberuf hegte Timo Südhoff schon seit Kindertagen. Mit zwölf Jahren sang er in seiner ersten Band, auch als Radiomoderator übte sich der gebürtige Emder bereits früh bei einem Krankenhaus-Sender. Mit 16 verließ Timo Südhoff nach der höheren Handelsschule schließlich seine Heimatstadt und zog ins nordrhein-westfälische Soest – der Liebe wegen. „Ich war recht früh selbstständig. Damals habe ich angefangen, meine Ziele und Träume zu verwirklichen.“

Als die Beziehung zerbrach, zog es Timo Südhoff wieder gen Norden. „Das war ein totaler Neuanfang für mich. Alle meine Emder Freunde waren inzwischen nach Oldenburg gegangen, da lag es nahe, auch hierher zu kommen.“ Bereut hat er diesen Schritt nie: „Oldenburg ist genau richtig: nicht zu groß und nicht zu klein.“

Und mit seiner Band Regicide hat er hier den großen Durchbruch geschafft: Zuerst wurden die Violinen-Rocker von einer Plattenfirma unter Vertrag genommen, inzwischen touren sie quer durch die Republik. Zeit für andere Hobbys hat Timo Südhoff da kaum: „Musik bestimmt meinen ganzen Tagesablauf.“ hg

Timo Südhoff

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