Ganderkesee - Zum zwölften Mal bereits gastierte am Montag das Vokalensemble Harmonie in Ganderkesee – wohl zum ersten Mal aber wurde dabei die aktuelle politische Situation derart in den Fokus gerückt: Dass angesichts der Krim-Krise und der neuen Eiszeit zwischen Russland und dem Westen gerade die Musik eine Brücke zwischen den Kulturen schlagen könne, betonte die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler schon bei der Begrüßung der gut 80 Zuhörer.
Dr. Gerd Zimmermann, der das Konzert wieder mit einer Lesung begleitete, nahm den Faden auf: Es sei „ein wunderbares Zeichen“ dass in einer Situation der politischen Anspannung die Kultur die wirklichen Verbindungen aufzeige, sagte der Russland-Experte. Zugleich dankte Zimmermann der Gemeinde Ganderkesee für die „besondere Anhänglichkeit“, die durch mittlerweile ein Dutzend Gastspiele im Rathaus dokumentiert werde.
Ungeachtet politischer Konflikte sollte der Abend der fröhlichen Unterhaltung dienen. Mit leichter Muse, dem auch hierzulande bekannten Lied vom „langen Weg der Troika“, eröffneten Alexander Andrianov und sein Ensemble das Konzert, in dessen Verlauf sich immer wieder muntere Melodien mit den mehr getragenen geistlichen Liedern abwechselten. Zwischendurch las Zimmermann aus „Perlen der russischen Literatur“. Mit lang anhaltendem Beifall sagte das Publikum am Ende „Spasiba“ – Danke.
